Duster ohne den Kleiderladen – Kleiderladen *Anziehend* wird zehn Jahre alt

Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Ehrengäste und Diakonie-Verantwortlichen beim Jubiläumsfest in Bad Mergentheim

Alle ehrenamtlichen Mitarbeiter sowie die Ehrengäste und Diakonie-Verantwortlichen beim Jubiläumsfest in Bad Mergentheim

Dekanin Meixner: „Es geschieht dort etwas Sinnvolles und Gutes“
Mit einem großen Dankeschön für alle Ehrenamtlichen – aktuell leisten 30 Frauen und Männer ehrenamtlichen Beitrag zur Gesellschaft – sowie einer bunten Modenschau hat das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis am Freitagnachmittag, 14. Juli 2017, das 10-jährige Bestehen seines Kleiderladens *Anziehend*“ in Bad Mergentheim gefeiert.
Der Kleiderladen bietet vor allem Kleidung für bedürftige Menschen an, die sich anderweitige Ausstattung nicht leisten könnten.
 

Zu den rund 100 Gästen zählten neben Sozialdezernentin Elisabeth Krug Dekanin Renate Meixner, Bad Mergentheims Bürgermeisterstellvertreterin Manuela Zahn, sowie die Diakonie-Verantwortlichen Geschäftsführer Wolfgang Pempe, Beratungsstellenleiterin und Kleiderladen-Koordinatorin Barbara Veeh und die „Frau der ersten Stunde“ Erika

Das Jubiläum war auch ein Fest der Begegnung: Erika Menge (links), frühere Diakonie-Bezirksstellenleiterin und Andrea Hausch (rechts), Beraterin beim Diakonischen Werk.

Das Jubiläum war auch ein Fest der Begegnung: Erika Menge (links), frühere Diakonie-Bezirksstellenleiterin und Andrea Hausch (rechts), Beraterin beim Diakonischen Werk.

Menge, frühere Bezirksstellenleiterin der Diakonie.

 

 

„Der Kleiderladen *Anziehend* funktioniert nur, weil es Schenkende gibt, die freiwillig abgeben: Schenken und freiwillig abgeben bringt positive Emotion und Freude für den, der gibt. (…) Und derjenige, der nimmt, der zu fairen und günstigen Preisen gute Qualität erhält, auch der ist glücklich“, beschrieb Krug das Konzept des Second-Hand-Ladens des Diakonischen Werks.

Dekanin Meixner betonte, der Kleiderladen sei in mehrfacher Hinsicht anziehend: Zum einen würden hier Menschen angezogen mit Kleidung, Schuhen, Socken, und andererseits „ist mit dem Kleiderladen in der Münzgasse ein attraktiver Ort entstanden, der Menschen anzieht, weil dort etwas Gutes und Sinnvolles geschieht. Weil es dort freundliche und verständnisvolle Mitarbeiterinnen gibt, die gerne helfen“, sagte sie weiter. Zahn bescheinigte dem Diakonischen Werk, sich aktiv an der Sozialplanung der Kommunen und des Landkreises zu beteiligen: „Wenn wir Sie nicht hätten, mit Ihrer Kompetenz und Flexibilität, dann würden bei der politischen Gemeinde manche Lichter ausgehen.“

Blumen für die Ehrenamtlichen. Als Dank für ihr Engagement erhielten alle Mitarbeitenden des Kleiderladens eine Rose geschenkt.

Blumen für die Ehrenamtlichen. Als Dank für ihr Engagement erhielten alle Mitarbeitenden des Kleiderladens eine Rose geschenkt.

 

Kleiderladen-Koordinatorin Veeh dankte besonders den derzeit 30 ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern, die in ihrer Freizeit mit ihrem Einsatz Gutes täten, Menschen neu einkleideten, ihnen Zeit schenkten und bisweilen auch Sorgen anhörten und ihnen Mut zusprächen. Man könne aber auch als ehrenamtlicher Helfer oder Helferin für sich einen Ort der Dazugehörigkeit finden, einen Ort des Gebrauchtwerdens, einen Ort der Geselligkeit, einen Ort des Findens und Neuentdeckens – kurzum, einen Ort an dem man einen Beitrag für die Gesellschaft leisten könne.

Zum Abschluss präsentierten Schülerinnen der Beruflichen Schule für Ernährung.Pflege.Erziehung zusammen mit Diakonie-Mitarbeitenden eine Modenschau aus Second-Hand-Kleidung des Kleiderladens. Für ihre Vorstellung, die sie zusammen mit ihrer Lehrerin Dr. Anne Rauscher projektiert und geplant hatten, erhielten die Teenager viel Applaus. Eindrucksvoll zeigten die jungen Damen, wie man durch geschicktes Kombinieren von Kleidung und Accessoires Gebrauchtes durchaus attraktiv vorzeigen kann.

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