Ehrenamtliche zeigen Haltung

Aktion von Sprechern der Helferkreise in der Flüchtlingshilfe – Wunsch: weniger

Bürokratie zugunsten von mehr Menschlichkeit – Gewisse Ermüdung im Engagement festzustellen

 

Claudia Sazinger ist seit drei Jahren im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Sie hat viele Geflüchtete getroffen, die im Laufe der Zeit Freunde geworden sind: „Ich zeige Haltung, weil diese „Fremden” Menschen sind und zu Freunden werden können.“

Claudia Sazinger ist seit drei Jahren im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Sie hat viele Geflüchtete getroffen, die im Laufe der Zeit Freunde geworden sind: „Ich zeige Haltung, weil diese „Fremden” Menschen sind und zu Freunden werden können.“

Tauberbischofsheim/Wertheim/Bad Mergentheim. Ihre Positionen zur Flüchtlingsthematik haben Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe im Rahmen ihres Sprecherkreistreffens klargemacht. Die Koordination dieser Aktion übernahm die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis. Ursprünglich stammt die Idee von der Initiative „Haltung zeigen“, einer hanseatischen Aktion für Flüchtlinge und Asylsuchende, wo Ehrenamtliche in kurzen Videos Position beziehen.

 

Horst Hoffmann ist seit über drei Jahren täglich ehrenamtlich im Büro des Arbeitskreises Asyl in Bad Mergentheim Ansprechpartner für kleine und große Anliegen und packt aktiv bei Umzügen an. Er hat das Gefühl, dass manchmal einfachere Lösungen schneller zum Erfolg führen würden: „Haltung zeigen kann auch schwer sein, weil pragmatische Lösungen nicht immer gewünscht sind!“

Horst Hoffmann ist seit über drei Jahren täglich ehrenamtlich im Büro des Arbeitskreises Asyl in Bad Mergentheim Ansprechpartner für kleine und große Anliegen und packt aktiv bei Umzügen an. Er hat das Gefühl, dass manchmal einfachere Lösungen schneller zum Erfolg führen würden: „Haltung zeigen kann auch schwer sein, weil pragmatische Lösungen nicht immer gewünscht sind!“

Viele der Helferinnen und Helfer im Main-Tauber-Kreis sind bereits seit fast vier Jahren unermüdlich im Einsatz in der Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingen. Auf den von ihnen verfassten Karten ist herauszulesen: Insgesamt wünschen sie sich weniger Bürokratie und mehr guten Willen seitens der Behörden.

 

Einige der Helferinnen und Helfer geben an, dass eine Integration der Geflüchteten anscheinend politisch nicht erwünscht sei: Zum einen gebe es einen spürbaren Wandel in der Willkommenskultur. Die Slogans „Refugees welcome“ und „Wir schaffen das“ scheinen in der aktuellen politischen Lage keinen Bestand mehr zu haben. Spürbar werde das für die Helferinnen und Helfer der Asylkreise unter anderem in der rückläufigen Zahl der ehrenamtlich

Engagierten.

 

Lena Brand vom Helferkreis aus Freudenberg ist seit Ende 2015 aktiv vor allem in der Sprachvermittlung. Sie ist der Meinung, dass allen Menschen in Not geholfen werden sollte: „Jeder hat das Recht auf Unterstützung und Hilfe.“

Lena Brand vom Helferkreis aus Freudenberg ist seit Ende 2015 aktiv vor allem in der Sprachvermittlung. Sie ist der Meinung, dass allen Menschen in Not geholfen werden sollte: „Jeder hat das Recht auf Unterstützung und Hilfe.“

Zum anderen führten aktuelle Gesetzesänderungen zu einer Verschärfung der Asylpolitik. Hier liegt aus Sicht der Ehrenamtlichen der Schwerpunkt zunehmend nicht mehr auf der Integration von Geflüchteten, sondern darauf, die Abschiebungen im Einklang mit den Gesetzen schnell und effektiv durchführen zu können.

 

Dennoch, und da sind sich Ehrenamtliche und die Mitarbeitenden der Ökumenischen Fachstelle einig, sei in den vergangenen Jahren einiges erreicht worden. Viele der Geflüchteten seien wirklich angekommen in Deutschland. Sie arbeiten, engagieren sich und haben Sprachkenntnisse erworben, die für eine

 

Kurt Ludwig ist seit Anfang des Jahres im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Er engagiert sich, weil „er etwas zurückgeben möchte“.

Kurt Ludwig ist seit Anfang des Jahres im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Er engagiert sich, weil „er etwas zurückgeben möchte“.

weitergehende Integration notwendig seien. „Integration kann dann gelingen, wenn die Zusammenarbeit auf vielen Ebenen klappt“, ist sich Horst Hoffmann vom Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim sicher.

Christa Frank vom Helferkreis Schwabhausen hilft ebenfalls aus Leidenschaft und Überzeugung: „Ich zeige Haltung, weil ich Kraft und Zeit habe, anderen zu helfen!“

Christa Frank vom Helferkreis Schwabhausen hilft ebenfalls aus Leidenschaft und Überzeugung: „Ich zeige Haltung, weil ich Kraft und Zeit habe, anderen zu helfen!“

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