Lichter für Miteinander

Aktionsbündnis lädt zur Lichteraktion – Zeichen für ein gutes Miteinander in Wertheim

Wertheim. Bereits zum dritten Mal findet am Freitag, 15. November 2019, ab 18 Uhr die Lichteraktion „Gemeinsam sind wir Wertheim“ auf dem dortigen Marktplatz statt. Alle, die ein Zeichen für Zusammenhalt, Solidarität und ein Miteinander setzen wollen sind herzlich eingeladen, gemeinsam Kerzen anzuzünden, die vor Ort kostenlos ausgegeben werden.

Alex Schuck vom Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis und der Wertheimer Liedermacher Bousch Bardarossa (v. links) präsentieren das diesjährige Aktionsplakat.

Die Initiative zur Aktion „Gemeinsam sind wir Wertheim“ haben die Bezirksbeauftragte für Polizeiseelsorge und das Kirchenkompassprojekt „Wo komme ich her? – Wo wollen wir miteinander hin?“ des Evangelischen Kirchenbezirks Wertheim, Elvira Ungefucht, sowie die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe ergriffen. In ihrem Aufruf heißt es: „Für uns alle ist Wertheim unser Zuhause. Die Krisen in der ganzen Welt und der politische Diskurs in unserem Land haben einen Einfluss auf das Miteinander in unserer Stadt. Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen, dass wir uns hier nicht entzweien lassen. Die Menschen in Wertheim sollen sich wohlfühlen und in Freundschaft und Frieden miteinander leben dürfen.“

Dem Bündnis für die Gemeinschaftsaktion gehören an: Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, Evangelischer Kirchenbezirk Wertheim, Evangelische Jugendkirche, Katholische Kirchengemeinde Wertheim, Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis, Stadt Wertheim, Berufliches Schulzentrum, Comenius Realschule, Apfelsaftprojekt des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, Förderverein offene Jugendarbeit, Integranz-Initiative, Jugendhilfe Creglingen, Mosaikverein Wertheim, Russisch-Orthodoxe Gemeinde und „Willkommen in Wertheim“.

Cool bleiben in der Übergangsgruppe

Sozial- und sonderpädagogisches Zusatzangebot für Wertheimer Schüler*innen ab Klasse 7 – Langfristiges Ziel: Bessere Chancen auf eine Ausbildung anbahnen

Wertheim. Die Übergangsgruppe Wertheim ist mit einem neuen Team ins Schuljahr 2019/20 gestartet. Die neuen Verantwortlichen sind Sozialpädagogin Rebecca Ehrensberger (Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis) und Sonderschullehrerin Stefanie Kern (Edward-Uihlein-Schule Wertheim).

Sonderschullehrerin Stefanie Kern (links) und Sozialpädagogin Rebecca Ehrensberger (rechts) betreuen im laufenden Schuljahr die Wertheimer Übergangsgruppe in den Räumen der Edward-Uihlein-Schule.

 

Jessica, 16, lebt mit ihrem Bruder bei ihrem Vater. Sie wiederholt gerade die 8. Klasse, und wieder scheint es nicht zu gelingen. Sie schwänzt häufig die Schule und der Lehrer macht nur Stress. Ständig fliegt sie aus dem Unterricht und möchte am liebsten nicht mehr hin. Zu viele Klassenarbeiten hat sie versäumt, von den Mitschüler*innen gibt es dumme Sprüche wegen ihrer Fehlzeiten und der Ruf von Ärger eilt ihr voraus. Jessica, ihr Vater, Lehrer und die Schulsozialarbeiterin haben viele Gespräche geführt, befinden sich aber in einer Sackgasse.

 

In solchen Situationen kann die Übergangsgruppe eine Auszeit bieten, sowohl für die Jugendlichen als auch betroffenen Klassen und Lehrer*innen. Eine Aufnahme ist schnell und unkompliziert möglich. Meist erfolgt der Kontakt über die Beratungslehrer*innen sowie über die Schulsozialarbeit der Stammschule in Absprache mit den Erziehungsberechtigten.

 

Jessica und ihr Vater schauen sich die Übergangsgruppe an und Jessica will sich darauf einlassen. Das Übergangsgruppenteam verständigt sich auf die wichtigsten Unterrichtsgegenstände, die der Teenager aufarbeiten muss mit dem Klassenlehrer.

 

Die Übergangsgruppe ist ein sonder- und sozialpädagogisches Angebot für Schüler*innen aller in Wertheim vertretenen Schularten ab der 7. Klasse. Befinden sich die Jugendlichen in Krisensituationen, die ihnen den Besuch ihrer Schule erschweren oder unmöglich machen, erfahren sie in der Übergangsgruppe die nötige Unterstützung bis sie wieder am Schulalltag teilnehmen können. Auslöser sind beispielsweise Trennung der Eltern, eine langfristige Erkrankung, familiäre oder persönliche Probleme. Auch Schüler*innen, die im Unterricht durch Stören oder inneren Rückzug/Mobbing stark auffallen, profitieren von diesem Angebot. Ziel ist die persönliche und soziale Stabilisierung von Jugendlichen, um Schulversagen oder gar Schulabbruch vorzubeugen und somit die Ausbildungsfähigkeit zu verbessern.

 

Jessica kann sich in der kleinen Gruppe gut aufs Lernen konzentrieren und ist erstaunt, wie zügig sie vorankommt. Schnell knüpft sie Kontakt zu den anderen Jugendlichen in der Gruppe und fasst Vertrauen zu Rebecca Ehrensberger und Stefanie Kern. Mit ihnen kann sie auch ihre eigenen Themen besprechen: „Wie geht es in der Schule und danach weiter?” „Wie kann ich auf blöde Sprüche reagieren?” „Wie schaffe ich es, in der Schule nicht gleich an die Decke zu gehen?”

Der Besuch der Übergangsgruppe wird individuell geplant. Für manche Jugendliche ist es sinnvoll diese nur tage- oder stundenweise zu besuchen und die restliche Schulzeit in der eigenen Klasse zu verbringen. Für andere ist eine komplette Beschulung über mehrere Wochen besser. In der Übergangsgruppe werden die Schüler*innen in einer Kleingruppe individuell unterrichtet und gefördert. Durch einen intensiven Beziehungsaufbau und die Vermittlung sozialer Kompetenz gelingt es den Schüler*innen meist, sich zu stabilisieren, neue Motivation aufzubauen und einen Neuanfang zu gestalten. Während der Zeit in der Übergangsgruppe besteht eine enge Abstimmung mit den Klassenlehrkräften und den Schulsozialarbeiter*innen an der Stammschule. Auch der regelmäßige Kontakt zu den Eltern spielt eine wichtige Rolle.

 

Nach einigen Wochen hat Jessica den Stoff aufgeholt und die ausstehenden Klassenarbeiten nachgeholt. Sie fühlt sich bereit, in ihre Klasse zurückzugehen, zunächst aber nur für ein paar Stunden. Wie es dort läuft, bespricht sie in der Übergangsgruppe. Sie geht inzwischen wieder regelmäßig in den Unterricht und schafft es im entscheidenden Moment, cool zu bleiben.

 

Kontakt zur Übergangsgruppe:

  • Das Projekt Übergangsgruppe wird durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln der Europäischen Union gefördert.
  • Unterstützt wird es zusätzlich durch die Stadt Wertheim, das Jugendamt im Main-Tauber-Kreis, das Schulamt Künzelsau sowie dem Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis.
  • Kontaktaufnahme erfolgt über:
    • Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, Übergangsgruppe Wertheim, Rebecca Ehrensberger, Telefon: 0178 9355557 oder 09342 935507-40
    • Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen Wertheim, Edward-Uihlein-Schule, Ansprechpartnerin Stefanie Kern, Telefon: 09342 6887.

Heiße Suppe gemeinsam ausgelöffelt

Logo der LIga der freien WohlfahrtspflegeLiga informiert auf dem Tauberbischofsheimer Marktplatz – Suppe als Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung – Woche der Armut 2019

Tauberbischofsheim. Eine gemeinsame Infoaktion gegen Lebensmittelverschwendung unter dem Motto „Der Mensch ist mehr als eine Zahl“ hat die Liga der freien Wohlfahrtspflege im Main-Tauber-Kreis am Freitag, 18. Oktober 2019 auf dem Marktplatz in Tauberbischofsheim veranstaltet. Anlass war die Kampagne „Woche der Armut“, bei der die Liga jährlich eine Woche lang auf die steigende Armut im Land aufmerksam macht. Mitarbeitende der Tafel Tauberbischofsheim hatten als Zeichen eine Suppe aus übrig gebliebenem Gemüse gekocht und gaben diese an Marktbesucher*innen ab.

Matthias Fenger, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands im Tauberkreis als Vertreter der Liga löffelte gemeinsam mit Tauberbischofsheims Bürgermeisterin Anette Schmidt eine Gemüsebrühe aus. Fenger sagte, mit der Aktion wolle man „die Finger in die Wunde legen. Wir gehen auf die Straße, um den ökologischen Wahnsinn einmal aufzuzeigen: Jede und jeder von uns wirft statistisch gesehen jährlich rund 80 kg Lebensmittel weg.“ Die Bürgermeisterin gab zu, sich an die eigene Nase fassen zu müssen: „Auch ich bin nicht immer so gut darin, das zu kalkulieren. Ich finde es gut und wichtig, die Problematik von Arm und Reich in unserem Land aufzuzeigen. Und aus den verwertbaren Resten eine Suppe zu kochen ist so simpel – und noch dazu schmeckt sie sooo gut!“

Unter Mitwirkung von Diakonischem Werk im Main-Tauber-Kreis, der Erlacher Höhe, dem DRK Kreisverband Tauberbischofsheim, der Jugendhilfe Creglingen sowie den Caritasverbänden im Tauberkreis und Heilbronn-Hohenlohe informierten die Verantwortlichen über nicht nur Zahlen und Fakten. Sie gaben auch Tipps zur Resteverwertung von Lebensmitteln und die Besucher*innen konnten anhand eines Spiels einschätzen, wie lange nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums Lebensmittel noch bedenkenlos gegessen werden können.

Im Main-Tauber-Kreis besuchen täglich ca. 112 Menschen die vier Tafelläden von Caritasverband und Diakonischem Werk. Die Tafeln verwerten Lebensmittel, die in den Supermärkten nicht mehr verkauft werden. Versorgt werden dadurch je nach Familiengröße mindestens 280 Frauen, Männer und Kinder. Gleichzeitig wirft jeder Bundesbürger 82 kg Lebensmittel jährlich weg. Dies entspricht einem Wert von 235 EURO jährlich oder 0,65 EURO pro Tag. Zum Vergleich: ein*e HartzIV Empfänger*in erhält 5 EURO pro Tag für Lebensmittel.

Löffelten gemeinsam eine Suppe aus: Tauberbischofsheims Bürgermeisterin Anette Schmidt und Caritasvorstand Matthias Fenger.

 

Infoaktion mit heißer Suppe

Tauberbischofsheim. Unter dem Motto „Der Mensch ist mehr als eine Zahl“ veranstaltet die Liga der freien Wohlfahrtspflege im Main-Tauber-Kreis am Freitag, 18. Oktober 2019, von 10 bis 13 Uhr auf dem Marktplatz in Tauberbischofsheim eine Aktion gegen Lebensmittelverschwendung. Anlass ist die jährlich im Oktober stattfindende Woche der Armut.

Unter Mitwirkung von Diakonischem Werk im Main-Tauber-Kreis, der Erlacher Höhe, dem DRK Kreisverband Tauberbischofsheim, der Jugendhilfe Creglingen sowie den Caritasverbänden im Tauberkreis und Heilbronn-Hohenlohe informieren die Verantwortlichen über Zahlen und Fakten, geben Tipps zur Resteverwertung von Lebensmitteln und verteilen kostenlos heiße Suppe. Im Sinne der Nachhaltigkeit bringen Besucher*innen am besten ihre eigenen Schälchen und Suppenteller zum Befüllen mit.

Tipps und Informationen zur Vermeidung des Wegwerfens von Lebensmitteln werden u.a. in Form eines Wissenstests weitergegeben, ebenso gibt es leckere Rezepte mit Zutaten aus nicht mehr ganz frischen Lebensmitteln. Informationen und Zahlen zur Verschwendung und zum Wegwerfen von Lebensmitteln sollen interessierte Bürger*innen zum Nachdenken anregen.

Suppenschalen mitbringen und dabei sein am 18.10.: das Vorbereitungsteam der Liga freut sich auf gute Gespräche und zahlreiche Besucher*innen beim Aktionstag gegen Lebensmittelverschwendung.

Kurse für werdende und junge Eltern

 

Tauberbischofsheim. Gemeinsam bieten der Caritasverband im Tauberkreis sowie das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis eine fünfteilige Kursreihe „Rund um die Geburt“ für werdende und Neu-Eltern im Rahmen des Programms „Stärke“ an. Besonders richten sich die Seminare an Schwangere und Eltern, die keine Hebamme für Vor- und/oder Nachsorge finden. Jeweils mittwochs ab 17.30 bis 19.30 Uhr informieren Fachfrauen aus dem Bereich Frühe Hilfen deshalb über relevante Säuglingsthemen. Am 9. Oktober spricht Familienhebamme Christine Göhring über die „Vorbereitung auf die Geburt“. Heike Janson (Familien-, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin) erklärt am 16. Oktober, warum „Die erste Zeit nach der Geburt“ so wichtig ist und gibt Tipps zum Babyhandling. Schwangerschaftsberaterin Birgit Ditter informiert am 13. November zu den Themen „Elternzeit und finanzielle Leistungen vor und nach der Geburt“. Über „Bindung – ein lebenslanges Band“ spricht Christine Göhring am 20. November und beantwortet die wichtigsten Fragen. Den Abschluss am 4. Dezember bildet der Abend rund um „Ernährung im ersten Lebensjahr“, bei dem Heike Janson den Eltern die Einführung der Beikost erläutert.

 

Alle Kurseinheiten sind kostenfrei und auch einzeln buchbar. Veranstaltungsort ist das Netzwerk Familie, Schmiederstraße 25 in Tauberbischofsheim. Weitere Informationen und Anmeldung bis jeweils eine Woche vorher bei: Carina Kuhn, Diakonisches Werk, Telefon: 09341 9280-0, carina.kuhn@diakonie.ekiba.de oder Birgit Ditter, Caritasverband, Telefon 09341 9220-1013 oder b.ditter@caritas-tbb.de.

Benefizkonzert „Die Nasen“ voller Erfolg

Tauberbischofsheim. Das Karlsruher Duo „Die Nasen“ hat am vergangenen Samstag, 28. September 2019 für einen vergnüglichen Abend in der Tauberbischofsheimer Christuskirche gesorgt. Mit ihren – teils amüsant gecoverten – Songs aus den Genres Rock, Pop und Folk heizten sie den gut 100 Besuchern ordentlich ein und brachten so ihr Publikum in Bewegung. Zahlreiche Lieder interpretierten „Die Nasen“ auf ihre ganz eigene amüsante Weise: Beispielsweise lud „Der Kuckuck und der Esel“ zum Mitträllern und Klatschen ein. Auch mit der Interpretation von Louis Armstrongs „Wonderful World“ sorgte das Duo für herzhafte Lacher. So kamen am Ende nicht nur rund 2000 Euro für den Verein Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e. V. zusammen, auch der scheidende Pfarrer und langjährige Vorsitzende Gerd Stühlinger, für den das Konzert das Abschiedsgeschenk war, zeigte sich sichtlich bewegt ob der gebotenen Unterhaltung.

 

 

 

Carmine Biscosi (links) und Steffen Kinz (rechts) alias „Die Nasen“ in Aktion beim Konzert in der Tauberbischofsheimer Christuskirche

Fotoausstellung Frauen und Migration

Creglingen/Tauberbischofsheim/Wertheim. Die Ökumenische Fachstelle für Flucht und Migration im Main-Tauber-Kreis zeigt ab Montag, 23. September 2019 im Rahmen der Interkulturellen Woche die Ausstellung „Auf der Flucht: Frauen und Migration“. Die Ausstellung präsentiert das Werk von neun Fotograf*innen, die eindrucksvoll das Leben von geflüchteten Frauen dokumentieren.

Die Bilder zeigen den Alltag in den Flüchtlingslagern und die schwierige Suche nach einer neuen Heimat. Die Fotokünstler*innen sind Preisträger*innen des internationalen Martin-Lagois-Fotowettbewerbs 2016. Zu sehen ist die Ausstellung vom 23. September bis 3. Oktober 2019 im Offenen Kulturtreffpunkt KOMM in Creglingen, in der Städtischen Mediothek Tauberbischofsheim sowie im Familienzentrum Wartberg-Reinhardshof in Wertheim zu den jeweiligen Öffnungszeiten.

Information und Rückfragen an Daniel Gehrlein, daniel.gehrlein@diakonie.ekiba.de oder Telefon 09341 9280-15.

Die Ökumenische Fachstelle ist eine gemeinsame Einrichtung des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V., der Caritas Heilbronn-Hohenlohe und des Diakonischen Werkes im Main-Tauber-Kreis. Ziel der Fachstelle ist es, die Flüchtlingsarbeit im Main-Tauber-Kreis mit fachlichen, organisatorischen, finanziellen und personellen Ressourcen zu stärken und zu begleiten. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements, insbesondere der Asyl-Helferkreise. Dies geschieht beispielsweise durch Beratung, Schulung und Vernetzung. Auch die Arbeit mit Kirchengemeinden stellt einen wichtigen Bestandteil des Aufgabenspektrums dar. Daneben wird auch die Zusammenarbeit und Vernetzung mit weiteren Akteuren in der Flüchtlingsarbeit angestrebt und ausgebaut. Die Fachstelle wird aus kirchlichen Mitteln finanziert.

Jesiden; Duhok; Kurdistan; Islamischer Staat; Irak;
Rund 25000 Jesidische Fluechtlinge haben Zuflucht im Fluechtlingscamp Sharia in der Naehe von Duhok gefunden.
(c) 2015 Frank Schultze / Zeitenspiegel

7.000 Euro für Kinder und Familien

Wertheim. Eine Spende von insgesamt 7.000 Euro hat der Wertheimer Lions Club am Dienstag, 23. Juli 2019 übergeben. Das Geld stammt aus den Erlösen eines Benefizkonzertes mit dem Landespolizeiorchester, welches der Club in der Aula Alte Steige veranstaltet hatte. Diakonie-Geschäftsführer Wolfgang Pempe dankte den Club-Verantwortlichen für die Bereitschaft, „über den normalen Etat hinaus zusätzliche Maßnahmen und Ideen“ zu ermöglichen. Das Geld teilen sich die Kinder- und Jugendhilfe (4.500 EURO) und das Familienzentrum Wartberg-Reinhardshof (2.500 EURO). Jugendhilfe-Leiterin Sylvia Gravius möchte ihren Anteil für Ausflüge und oder „kleine Besonderheiten für die Kinder“ verwenden. Alex Schuck, Leiter des Familienzentrums benötigt das Geld für Maßnahmen mit Kindern und Familien, die „erstmal nicht im Budget“ sind.

Seitens des Lions Club betonte man, dass es vor allem schön sei, Familien und Kindern aus der Region damit zu helfen. Das sei erklärtes Ziel und Anspruch des Clubs.

Scheckübergabe im Garten der Kinder- und Jugendhilfe des DW in Wertheim.

Einen Scheck von insgesamt 7.000 EURO nahmen (v. links:) Alex Schuck, Leiter des Familienzentrums Wartberg-Reinhardshof sowie Sylvia Gravius, Leiterin der Kinder- und Jugendhilfe aus den Händen von Alice Jäger, Alfred Hofmann und Dr. Sven M. Schultheis (alle Lions Club Wertheim) im Beisein von Diakonie-Geschäftsführer Wolfgang Pempe entgegen.

Quantensprung für Wertheimer Tafel

Wertheim. Das lange Warten hat ein Ende: Am Freitag, 5. Juli 2019 hat die Wertheimer Tafel im Autohaus Popp ihr Kühlfahrzeug in Empfang genommen. Bislang behalf man sich mit privaten Autos, um die Waren von Lieferanten oder dem Tafellogistikzentrum in den Laden zu bringen. Im Beisein von Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis, dem Träger der Tafel, sowie ehrenamtlichen Tafelmitarbeitern freute sich auch die Vorsitzende des örtlichen Tafel-Fördervereins Katrin Rappert. Die Kosten des Fahrzeugs übernahm zum Großteil Mercedes-Benz als Hauptsponsor der Tafel Deutschland, welche das Auto zum stark vergünstigten Preis von 34.000 EURO zu Verfügung stellt. 10.000 EURO stammen aus der Lidl-Pfandspende, bei der Lidl-Kunden auf die Auszahlung ihrer Pfandbeträge verzichten. Die fehlenden 24.000 EURO hat der Förderverein zugesagt – der sich wiederum über zusätzliche Spenden freut, um auch künftig Unterhalt und Wartungskosten tragen zu können.

Die Bankverbindung lautet:

Spendenkonto Förderverein Wertheimer Tafel e.V.

IBAN Sparkasse DE94 6735 2565 0001 0536 69

 

Tafelleiter Dieter Adelmann sowie seine ehrenamtlichen Mitarbeiter Peter Weimer und Gerhard Weber-Ade machen sich mit dem Fahrzeug vertraut. (von links)

Mercedes-Benz-Mitarbeiterin Katja Meißner-Ruff übergibt den Fahrzeugschlüssel an Tafelleiter Dieter Adelmann.

Freudentag in Wertheim: Die örtliche Tafel erhält nach langem Warten ein eigenes Kühlfahrzeug. Hauptsponsor ist die Daimler AG, Co-Sponsor die Lidl Pfandspende und der Förderverein der Wertheimer Tafel e.V.

Nahmen freudig den neuen Wagen im Empfang (von links): Peter Weimer, Gerhard Weber-Ade (beide Tafel-Mitarbeiter und -Fahrer), Katrin Rappert (Vorsitzende des Fördervereins Wertheimer Tafel e.V.), am Steuer Dieter Adelmann, Mercedes-Mitarbeiterin Katja Meißner-Ruff sowie Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis.

Allzeit gute Fahrt! Das neue Kühlfahrzeug der Wertheimer Tafel rollt erstmals vom Hof des Mercedes-Autohauses Popp in Wertheim.

Diakonisches Werk kein Alleinunterhalter

Familiennetzwerk Boxberg nimmt seinen Betrieb auf – Festakt mit allen Beteiligten – Diakonie-Geschäftsführer Pempe: „Wertschätzen, was vorhanden ist und weiterentwickeln, wo noch Bedarf besteht“

 

Boxberg. In einem Festakt mit allen Beteiligten ist am Donnerstag, 27. Juni 2019, der offizielle Startpunkt des Familiennetzwerks Boxberg gesetzt worden. In Trägerschaft bzw. Koordination des Diakonischen Werks (DW) im Main-Tauber-Kreis haben die Stadt Boxberg mit ihrer städtischen Mediothek sowie die evangelische Kirchengemeinde Boxberg-Wölchingen mit dem Kindergarten „Schatzkiste“ ihre fruchtbare Zusammenarbeit nun offiziell begonnen. Zu weiteren Mitstreitern zählen die Evangelische Erwachsenenbildung, das Generationennetzwerk, der Verein Akzente sowie Einzelpersonen aus Kirchen-, Orts- und Gemeinderat. Der Leiter der Koordinierungsstelle Daniel Gehrlein berichtete von zahlreichen geplanten Aktivitäten und Vorhaben in den kommenden Monaten. So wird beispielsweise eine Vortragsreihe für Familien zu Fragen von Erziehung und Gesundheit starten. Daneben gibt es Gespräche mit der Erziehungsberatung des Caritasverbandes und dem Migrationsdienst des Deutschen Roten Kreuz, die Sprechstunden zu ihren Themen abhalten werden. Ein Kurs für werdende Mütter mit der Familienhebamme des DW startet im Herbst.

 

Der Geschäftsführer des DW, Wolfgang

Freudentag in Boxberg: Das Familiennetzwerk in Boxberg hat nun seinen offiziellen Start gefeiert. Mit dabei waren (von links): Claudia Schlör (Stadt Boxberg), Brigitte Stelter (Leiterin Kindergarten Schatzkiste), Klaus Dörzbacher (Kirchengemeinderatsvorsitzender), Elisabeth Krug (Sozialdezernentin), Wolfgang Pempe (Geschäftsführer DW), Daniel Gehrlein (Koordinator des Netzwerks), Renate Geiger (Beraterin DW), Pfarrerin Heike Kuhn (Beiratsvorsitzende und Leiterin der Ev. Erwachsenenbildung Odenwald-Tauber sowie Christian Kremer (Bürgermeister Boxberg).

Pempe, hob hervor, dass der Erfolg dieses Netzwerks „viele Väter und Mütter“ habe. Er dankte Landrat Reinhard Frank, dass dieser sich seit 2015 dafür eingesetzt habe, unter Leitung von Sozialdezernentin Elisabeth Krug erste konzeptionelle Überlegungen für Familienzentren im Main-Tauber-Kreis anzustoßen. Nach Vorarbeit durch Arbeitsgruppen und dem finalen Beschluss des Landkreises sei er 2017 erstmals auf mögliche Kooperationspartner zugegangen, wozu vor allem die evangelische Kirchengemeinde unter Leitung vom Klaus Dörzbacher zähle, der aufgrund der Pfarrvakanz erster Ansprechpartner wurde. Pempe dankte Boxbergs Bürgermeister Christian Kremer, dass er sich habe überzeugen lassen, eine zunächst schon beinahe verloren geglaubte Idee doch noch ins Leben zu rufen. „Das Diakonische Werk versteht sich hier nicht als Alleinunterhalter. (…) Lassen Sie uns gemeinsam zum Wohl der Menschen in Boxberg wertschätzen, was schon vorhanden und weiterentwickeln, wo noch Bedarf an Unterstützung, Begegnung und Beratung besteht.“

 

Familienzentren sind ein guter und innovativer Ansatz, Familien und damit auch die Bürgergesellschaft und den Zusammenhalt zu stärken. Das betonte Sozialdezernentin Krug bei der Eröffnung der Koordinierungsstelle des Familiennetzwerks Boxberg. Sie freue sich, dass man sich auf den Weg gemacht haben und sich starke und engagierte Partner und Beteiligte eingebracht hätten und ein tragfähiges Konzept entwickelt hätten. Das Diakonische Werk bezeichnete Krug hierbei als „ausgewiesenen Experten“ für Aufgaben und Leistungen der Jugendhilfe und Beratungsarbeit ebenso wie für die Arbeit von Familienzentren. Der Landkreis habe hier mit der Förderinitiative seinen Teil beigetragen. Seit 2018 entfällt für Städte und Gemeinden ein Anteil von 0,2% bei der Zahlung der Kreisumlage mit der Empfehlung, das eingesparte Geld möglichst in eine familien- und generationenunterstützende Infrastruktur vor Ort einzusetzen. In Boxberg sind dies jährlich 17.500 Euro, die nun ins Familiennetzwerk fließen können.

 

Boxbergs Bürgermeister Christian Kremer ergänzte, dass mit der Eröffnung seine Stadt einen weiteren Schritt hin zu einer familienfreundlichen Kommune gemacht habe. „Neue Angebote für Familien, Kinder und Senioren, kurzum für alle Bürgerinnen und Bürger kommen hinzu und ergänzen das bisher schon gute Angebot an niederschwelligen Hilfeleistungen für unsere Bevölkerung in Boxberg und all seinen Stadtteilen. Gerne unterstützt die Stadt Boxberg das Diakonische Werk sowie die evangelische Kirchengemeinde Boxberg-Wölchingen bei diesem Projekt“, so das Stadtoberhaupt. Kirchengemeinderatsvorsitzender Klaus Dörzbacher hob das Miteinander beim Gedeihen des neuen Angebots für Familien Boxbergs hervor. Er sei stellvertretend für die Kirchengemeinde von Anfang an im Entwicklungsprozess beteiligt gewesen und möchte vor allem mit Gemeindehaus und dem Kindergarten „Schatzkiste“ seinen Teil dazu beitragen. „Alleine würde es keinem gelingen, eine sinnvolle Arbeit zu organisieren oder zu leisten.“ Er schloss mit einem Segenswort: „Denn Ausgang und Eingang liegen bei dir Herr, füll du uns die Hände.“