Offener Brief an MdBs im Main-Tauber-Kreis

Brief an die Bundestagsabgeordneten des Main-Tauber-Kreises

 

Herrn Alois Gerig
Frau Charlotte Schneidewind-Hartnagel
Frau Nina Warken

 

Sehr geehrter Herr Gerig, sehr geehrte Frau Schneidewind-Hartnagel, sehr geehrte Frau Warken,

 

der verheerende Brand im griechischen Flüchtlingslager Moria am 9. September 2020 hat uns den absolut unbefriedigenden Stand der europäischen Flüchtlingspolitik auf erschütternde Weise vor Augen geführt.
Die meisten der rund 12.000 Geflüchteten haben ihr letztes Dach über dem Kopf verloren, viele von ihnen lagern an Straßenrändern, ohne das Nötigste zum Leben zu haben.
Verschärft wird die Situation noch dadurch, dass in den letzten Tagen das Corona-Virus im Lager ausgebrochen und eine entsprechende medizinische Versorgung nicht gegeben ist.
Das unvorstellbare Leid dieser schutzsuchenden Menschen, aber auch das Versagen der Europäischen Union, eine menschenwürdige Flüchtlingspolitik auszuarbeiten, machen uns fassungslos.
Hier steht nicht nur das Leben von geflüchteten Frauen, Kindern und Männern auf dem Spiel, sondern auch Menschlichkeit, christliche Grundwerte und die Würde des Menschen.
Vor 70 Jahren beschloss der Europarat in der Europäischen Menschenrechtskonvention, die Würde jedes Menschen und besonders des schutzsuchenden Menschen zum Maßstab politischen Handelns zu erheben.
Auch und gerade jetzt in diesen herausfordernden Zeiten darf dieser Anspruch nicht aufgegeben werden.
Daher wenden wir uns an Sie mit der dringenden Bitte, sich dafür einzusetzen, dass die untragbaren Zustände auf der Insel Lesbos beendet werden und baldmöglichst eine europäische Lösung für die Verteilung der Geflüchteten auf aufnahmebereite Länder gefunden wird.
Es steht unserem Land mit seinem Ratsvorsitz der EU wohl an, mit gutem Beispiel voranzugehen.
Dass zu der Aufnahme von 100-150 unbegleiteten Minderjährigen nun noch weitere 1553 Flüchtlinge hinzukommen, ist ein Schritt in die richtige Richtung, zumal es ja Angebote von Bundesländern und Kommunen gibt, geflüchtete Menschen aus griechischen Lagern aufzunehmen. Weitere Schritte müssen folgen.
Unsere Unterstützung sagen wir gerne zu.

 

Gez.:
Caritas Heilbronn-Hohenlohe: Stefan Schneider, Regionalleiter

Caritas im Tauberkreis e.V.: Matthias Fenger und Michael Müller, Vorstand

Diakonisches Werk Main-Tauber-Kreis: Wolfgang Pempe, Geschäftsführer

Evangelische Dekaninnen und Dekan im Main-Tauber-Kreis:

Dekanin Wibke Klomp (Wertheim)

Dekan Rüdiger Krauth (Adelsheim-Boxberg)

Dekanin Renate Meixner (Weikersheim)

Für das katholische Dekanat Bad Mergentheim: Dekan Bogdan Stolarczyk

Für das katholische Dekanat Tauberbischofsheim: Dekan Gerhard Hauk

Infoabend Asylrecht mit Flüchtlingsrat Baden-Württemberg

Aktuelle Entwicklungen im Asylrecht

 

Main-Tauber-Kreis. Melanie Skiba, Referentin beim Flüchtingsrat Baden-Württemberg, kommt am Montag, 28. September 2020 um 18 Uhr zu einem Infoabend in das Familienzentrum Netzwerk Familie, Schmiederstraße 25, in Tauberbischofsheim.

Das Tempo im Asylrecht ist nach wie vor hoch. In dieser Veranstaltung gibt die Referentin einen Überblick über die wichtigsten Gesetzesänderungen im Bereich des Asyl- und Aufenthaltsrechts . Dazu gehören die neue Beschäftigungsduldung und Änderungen bei der Ausbildungsduldung sowie im Bereich Abschiebungen und beim Arbeitsmarktzugang. Auch auf die Auswirkungen der Corona-Krise wird sie am Rande eingehen.

Die Veranstaltung ist kostenfrei, und findet unter den aktuell geltenden Hygienemaßnahmen statt. Ein Mund-Nasen-Schutz ist mitzubringen. Angesprochen sind in erster Linie Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe und geflüchtete Menschen im Main-Tauber-Kreis. Anmeldung bis zum 25.09.2019 an Meike Kulike, Caritas Heilbronn-Hohenlohe, E-Mail: kulike.m@caritas-heilbronn-hohenlohe.de. Wenn ein Sprachmittler benötigt wird, bitte bei der Anmeldung mit angeben.

Veranstalter ist die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat Baden-Württemberg. Gefördert vom Land Baden-Württemberg (Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration).

Die Ökumenische Fachstelle ist eine gemeinsame Einrichtung des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V., der Caritas Heilbronn-Hohenlohe und des Diakonischen Werkes im Main-Tauber-Kreis. Ziel der Fachstelle ist es, die Flüchtlingsarbeit im Main-Tauber-Kreis mit fachlichen, organisatorischen, finanziellen und personellen Ressourcen zu stärken und zu begleiten. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements, insbesondere der Asyl-Helferkreise. Dies geschieht beispielsweise durch Beratung, Schulung und Vernetzung. Auch die Arbeit mit Kirchengemeinden stellt einen wichtigen Bestandteil des Aufgabenspektrums dar. Daneben wird auch die Zusammenarbeit und Vernetzung mit weiteren Akteur*innen in der Flüchtlingsarbeit angestrebt und ausgebaut. Die Fachstelle wird aus kirchlichen Mitteln finanziert.

Hilfe bei Schulden

Neue Webseite erleichtert verschuldeten Menschen den Gang zur professionellen Hilfe – www.meine-schulden.de – Beratungsstellen von Diakonie und Caritas helfen im Main-Tauber-Kreis weiter

 

Tauberbischofsheim. Eine neue Webseite will überschuldeten Menschen helfen, den Weg in eine Beratungsstelle zu finden, um sich dort professionelle Unterstützung zu holen. Dazu hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung unter www.meine-schulden.de Informationen über Abläufe und Vorgehensweisen in Beratungsstellen online gestellt. Des Weiteren werden Fachbegriffe erläutert und praktische Hinweise gegeben. Diese Aufklärung soll vorab viele Ängste nehmen und Mut machen, eine kompetente Beratungsstelle aufzusuchen. Diese rechnen in den kommenden Monaten mit steigender Frequentierung, da mit Beginn der Corona-Pandemie auch immer mehr Menschen in eine finanzielle Schieflage geraten sind.

Im Main-Tauber-Kreis gibt es derzeit zwei öffentliche Schuldnerberatungsstellen: Zum einen finden Menschen aus Bad Mergentheim und dem südlichen Landkreis Hilfe beim Diakonischen Werk in Bad Mergentheim. Die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V. begleitet Menschen aus Tauberbischofsheim und dem mittleren Kreisgebiet sowie aus Wertheim und dem nördlichen Kommunen des Landkreises bei ihrem Weg aus den Schulden in den Beratungsstellen in Tauberbischofsheim sowie im Familienzentrum Wertheim.

„Unser Angebot ist kostenfrei. Wer zu mir kommt, mit dem gemeinsam verschaffe ich mir erst einmal einen Überblick“, betont Birgit Gube, Beraterin in Bad Mergentheim. Welche Möglichkeiten der Entschuldung sich eröffnen, hänge demnach immer vom Einzelfall ab. Gube verspricht, mit Ratsuchenden möglichst eine neue Perspektive in die Schuldenfreiheit zu erarbeiten. Hildegund Henninger, Beraterin in Tauberbischofsheim, ergänzt: „Manchmal führen wir Verhandlungen mit Gläubigern, regulieren Schulden über Vergleiche oder begleiten bei der Einleitung und Durchführung eines Insolvenzverfahrens.“ Ihr Beratungsangebot sei immer Hilfe zur Selbsthilfe. „Für nachhaltige Schuldenfreiheit ist es wichtig, dass jeder versteht, was zur Verschuldung geführt hat, um dies künftig zu meiden.“

Es gibt verschiedene Wege, durch die die Klienten von den Beratungsstellen erfahren: Internet, Webseiten der Wohlfahrtsverbände, Banken oder auch Gerichtsvollzieher. Dennoch stellt das Aufsuchen einer Beratungsstelle für viele Menschen eine große Hürde dar. Www.meine-schulden.de liefert viele hilfreiche Informationen, sich mit der eigenen Schuldensituation auseinanderzusetzen und sich gut gerüstet an eine lokale Schuldnerberatung zu wenden.

Computerbildschirm mit Hand, die zum Telefonhörer greift.

Sich vor dem Griff zum Telefon erst einmal online informieren: die neue Webseite www.meine-schulden.de möchte es verschuldeten Menschen erleichtern, eine Schuldnerberatungsstelle vor Ort aufzusuchen.

 

Jubiläumsfeier Familienpflege abgesagt

Tauberbischofsheim. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheit sowie den geltenden Abstands- und Hygieneregelungen im Zuge der Corona-Pandemie haben wir uns schweren Herzens entschieden, die für den 1. Oktober geplante Jubiläumsfeier der Familienpflege zu verschieben. Leider sehen wir uns nicht in der Lage, für diesen geplanten Termin ein ungezwungenes, schönes Fest zu veranstalten. Sehr gerne hätten wir es gefeiert und die Verdienste aus 50 Jahren Familienpflege gewürdigt.

Sobald sich die Lage deutlich gelockert hat und wieder entspanntes Feiern möglich ist, werden wir dieses Ereignis neu terminieren und planen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, hoffentlich im kommenden Jahr.

Online fit fürs Baby

TBB/Boxberg. Aufgrund der aktuell geltenden Kontaktbeschränkungen können Kurse wie Geburtsvorbereitungskurse leider nicht wie gewohnt stattfinden. Bis diese wieder starten, unterstützt das Team der Beratungsstelle des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis in Zusammenarbeit mit dem Familiennetzwerk Boxberg werdende Eltern mit einem digitalen Angebot. „Rund um die Geburt und das erste Lebensjahr“ heißt die Kursreihe, die an vier Abenden jeweils ab 18 Uhr via Internet Informationen und Tipps zum Umgang mit Babys vermittelt. Am Dienstag, 7. Juli geht es um „Geburt und Wochenbett“, am Dienstag, 14. Juli um Frühe Hilfen und familienunterstützende Leistungen. Eine Woche später am 21. Juli ist „Ernährung im ersten Lebensjahr“ Thema sowie am 28. Juli „Bindung“. Die Kursleitung haben Christine Göhring (Familienhebamme) und Carina Kuhn (Sozialpädagogin). Der Anmeldeschluss für die Termine ist eine Woche vor (3., 10., 17. Und 24. Juli) der jeweiligen Veranstaltung. Alle Kurseinheiten sind kostenfrei und sowohl einzeln wie auch im Gesamten buchbar. Die Kurse finden online über die Plattform Jitsi Meet statt. Zur Teilnahme benötigt man ein internetfähiges Endgerät wie PC, Laptop oder Smartphone, eine eigene Software muss nicht installiert werden. Nach einer erfolgreichen Anmeldung werden Ihnen per E-Mail die Zugangsdaten für die gebuchten Kurse zugesendet. Bitte melden Sie sich telefonisch oder per E-Mail, zur jeweiligen Anmeldefrist, an bei: Daniel Gehrlein, Telefon 09341 9280-0, daniel.gehrlein@diakonie.ekiba.de.

Erweiterter Notbetrieb

Tafel Bad Mergentheim erweitert auf zwei Öffnungstage pro Woche – Schritt Richtung Normalität – Dringend Fahrer für Tafel Lauda-Königshofen gesucht

 

Bad Mergentheim. Nach der erfolgreichen Wiedereröffnung im Notbetrieb kehrt bei der Tafel Bad Mergentheim ein Schritt mehr Normalität ein. Ab kommendem Dienstag, 23. Juni 2020 wird die Einrichtung in Trägerschaft des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis ihren Betrieb auf zwei Öffnungstage ausweiten. Der Einkauf in der Krummen Gasse 20 wird dann jeweils dienstags und freitags von 13 bis 16 Uhr möglich sein. Warenspenden werden ab 10 Uhr an den Öffnungstagen entgegengenommen. Die seit der Corona-Krise geltenden Abstands- und Hygieneregelungen gelten weiterhin.

Die Tafel Lauda-Königshofen sucht unterdessen dringend ehrenamtliche Frauen und Männer, die Fahrdienste für Warenabholungen übernehmen können. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters gehören viele der Ehrenamtlichen den Risikogruppen an und sind derzeit nicht oder nur eingeschränkt im Einsatz. Interessierte können sich wenden an Fachbereichsleiter Volker Herm, E-Mail volker.herm@diakonie.ekiba.de oder per Telefon 09341 9280-14.

Direkt zur Onlineberatung

Familienzentrum vor Wiederöffnung

Boxberger Einrichtung nimmt Betrieb vorsichtig wieder auf

Boxberg. Das Familiennetzwerk Boxberg freut sich, ab kommender Woche wieder Besucher*innen in seinen Räumen am Seebuckel 20 begrüßen zu können. Folgende Sprechzeiten finden unter Einhaltung der Hygienestandards ab Montag, 8. Juni 2020 regelmäßig statt:

Die Allgemeine Sozialberatung ist jeden Dienstag von 9 bis 13 Uhr möglich. Die Ökumenische Fachstelle für Flucht und Migration steht montags von 16 bis 17.30 Uhr sowie freitags von 11 bis 12.30 Uhr zur Verfügung. Jeweils montags von 14.30 bis 16 Uhr sowie jeden Freitag von 9.30 bis 11 Uhr ist Sprechzeit von Daniel Gehrlein, Koordinator des Familiennetzwerks Boxberg. Nach voriger Vereinbarung sind auch andere Sprechzeiten möglich. Auch Beratungen mit Kooperationspartner*innen können nach Vereinbarung wieder vor Ort stattfinden. Die Kontaktdaten der Kooperationspartner*innen sind den aktuellen Aushängen vor Ort sowie den Plänen auf der Seite des Familiennetzwerk Boxberg auf der Internetpräsenz der Stadt Boxberg (www.boxberg.de) zu entnehmen. Beratungen per Telefon, E-Mail oder Onlineberatung sind weiterhin möglich. „Zusammen mit der evangelischen Kindertagesstätte ‚Schatzkiste‘ loten wir momentan Möglichkeiten aus, die Familien in ihrem Umfeld zu Hause zu unterstützen und den Kontakt aufrechtzuerhalten“, sagt Gehrlein. Angedacht seien unter anderem virtuelle Schnitzeljagden, Ausleihtaschen mit Beschäftigungsmaterial, offene Treffpunkte und Spieltreffs im Online-Raum, Onlineangebote des Landesprogramms STÄRKE oder thematische Onlinekonferenzen für Eltern. Bereits geplante Veranstaltungen werden auch weiterhin nicht stattfinden können. Sobald sich die gesetzlichen Vorgaben und Bestimmungen ändern und eine schrittweise Öffnung zulassen, werde man daran arbeiten, dies unter Einhaltung der gesetzlichen Hygienebestimmungen zu ermöglichen, so Gehrlein.

Zurück zur Normalität in der Wertheimer Tafel

Tafel Wertheim öffnet an drei Tagen – Nach Pfingsten Umstellung von Not- auf Normalbetrieb

 

Das Bild zeigt Mitarbeitende der Tafel Wertheim des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis bei der Vorsortierung der Waren am ersten Öffnungstag nach der Zwangspause.

Wertheim. Nach der erfolgreichen Wiedereröffnung im Notbetrieb kehrt bei der Tafel Wertheim noch ein Schritt mehr Normalität ein. Ab der kommenden Woche wird die Einrichtung in Trägerschaft des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis ihren Betrieb wieder auf die gewohnten Geschäftszeiten umstellen. Der Einkauf in der Dr.-Hübsch-Straße 5-7 wird ab Mittwoch, 3. Juni 2020 wieder an drei Tagen in der Woche möglich sein. Die Öffnungstage sind dann montags, mittwochs und freitags jeweils von 10 bis 12 Uhr. Die seit der Corona-Krise geltenden Abstands- und Hygieneregelungen gelten weiterhin. Die Schließung und der anschließende Notbetrieb waren nötig geworden, da zum einen die Lebensmittelspenden aus den Märkten rückläufig waren, vor allem aber, weil die ehrenamtlichen Mitarbeiter zu einem Großteil altersmäßig der Covid-19-Risikogruppe angehören. Dank einiger neuer Ehrenamtlicher sowie verstärkten Sicherheitsmaßnahmen kann nun der reguläre Betrieb wieder aufgenommen werden.

 

Beratung geht online

Diakonie Baden mit innovativem Angebot für Geflüchtete und Zugewanderte

Tauberbischofsheim. Das Diakonische Werk Baden erweitert seine Beratungsarbeit auf digitaler Ebene. Ziel ist es, hilfsbedürftige Menschen noch besser und unkompliziert unterstützen zu können. Die neuen Tools zur Online-Beratung sind vielseitig einsetzbar. Zielgruppen können von Beraterinnen und Beratern noch direkter erreicht werden.

 

Neu am Start ist jetzt ein Online-Beratungstool für zugewanderte Menschen und Geflüchtete. Es soll den Betroffenen den Weg in die Beratungsstellen ersparen und die Kommunikation mit den Beraterinnen und Beratern beschleunigen.

 

„Die Corona-Pandemie“ hat uns vor eine Ausnahmesituation gestellt, auf die wir reagieren mussten“, sagt Jürgen Blechinger, verantwortlich für den Bereich Migration beim Diakonischen Werk Baden. Beratungsstellen mussten erreichbar bleiben – auch ohne persönlichen Kontakt. Gleichzeitig ist schnelle, sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Beratungsstellen, Betroffenen, ehrenamtlichen Unterstützern und Dolmetschern von entscheidender Bedeutung. Das können wir nun mit der Onlineberatung sicherstellen. Die geschützte Onlineberatung ist ein zusätzliches Angebot. Durch sie lässt sich hochwertige Beratungsarbeit noch effektiver gestalten. „Um qualifiziert beraten zu können, müssen unsere Beraterinnen und Berater sehr schnell die Dokumente der Betroffenen einsehen und mit ihnen besprechen können. Mit unserem neuen Onlineberatungssystem sind auch im digitalen Zeitalter Beratungsgeheimnis und Schweigepflicht bestens gewährleistet“, so Blechinger.

Die Corona bedingten Kontaktbeschränkungen prägen seit Anfang März den Arbeitsalltag der Ökumenischen Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis. Sie erschweren Menschen den Zugang zu sozialen Diensten, die nach Deutschland kommen wollen. Sprecher Alex Schuck, Mitarbeiter des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis, freut sich deshalb über das neue Angebot: „Das Onlineangebot gibt den Menschen gerade in schwierigen Zeiten eine Möglichkeit, auch weiterhin Hilfeangebote in Anspruch zu nehmen und nicht mit ihren Sorgen alleine zu bleiben.“ Über den Button „Onlineberatung für Zuwanderer*innen, Migrant*innen und Geflüchtete“ können die Hilfesuchenden ihre Fragen stellen und ihre Sorgen teilen. „Die Integrationsarbeit muss auch in Corona-Zeiten weitergehen“, betont Schuck. „Gerade in der jetzigen Zeit müssen wir zusammenhalten und dürfen Menschen in schwierigen Lebenssituationen nicht vergessen. Für sie müssen die Beratungs- und Unterstützungsangebote der Fachstelle erreichbar bleiben.“

Vorlage für das neue Beratungssystem war die Onlinehilfe der Schwangerenkonfliktberatungsstellen der Diakonie in Baden. Bereits im Mai 2019 war diese eingeführt worden. Gerade unter den Corona bedingten Einschränkungen hatte man hier sehr gute Erfahrungen mit den Online-Angeboten gemacht.