Flüchtlingsthematik kindgerecht

Die Autorin Uticha Marmon war zu Gast in der Mediothek Boxberg.

Die Schülerinnen und Schüler stellten der Autorin zahlreiche Fragen.

Boxberg. Die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis hatte am Mittwoch, 3. April 2019, in Kooperation mit der Mediothek Boxberg zu einer Lesung für Grundschüler*innen eingeladen. Zu Gast war die Autorin Uticha Marmon, sie las aus ihrem Buch „Mein Freund Salim“. In zwei spannenden Leseeinheiten zeigte die Hamburgerin auf, dass Freunde nicht unbedingt dieselbe Sprache sprechen müssen, um einander zu verstehen. Ideengeber und Fachstellenmitarbeiter Daniel Gehrlein lobte das Interesse der Zuhörenden: „Die Grundschülerinnen und -schüler aus Boxberg sind ein gutes Stück weiter auf dem Weg der Völkerverständigung.“

„Mein Freund Salim“ führt die Dritt- und Viertklässler aus Boxberg altersgerecht an das Thema Flucht heran. Die Autorin griff die aktuelle Situation vieler geflüchteter Menschen in Deutschland auf. Aufmerksam und interessiert beteiligten sich die rund 80 anwesenden Schüler- und Lehrer*innen mit ihren Fragen, brachten Beispiele ins Gespräch oder und auch die eigenen familiären Schicksale.

Freuten sich über eine gelungene Lesung (v. links): Ilona Wild (Leiterin Mediothek Boxberg), Autorin Uticha Marmon sowie Daniel Gehrlein (Ök. Fachstelle, Diakonisches Werk)

 

 Das Buch:

Es erzählt von den Geschwistern Hannes und Tammi, die dem Jungen Salim begegnen. Er spricht eine Sprache, die sie nicht verstehen. Aus Sicht der beiden Kinder wird die Flucht Salims geschildert. Im Laufe der Geschichte freunden sich die Kinder an und überlegen, wie sie ihrem neuen Freund helfen können. Fazit: Nicht jedes Problem kann gelöst werden, aber Zuneigung hilft, mit den Schwierigkeiten und Ängsten zu Recht zu kommen. Indem man sein Gegenüber nicht alleine lässt, fühlt sich das Fremde nicht mehr ganz so fremd an. Das Ende des Buches bleibt jedoch offen – wie die vielen Schicksale der Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind. Keiner weiß, was ihre Zukunft bringt.

 

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