Grußwort zu Weihnachten

Liebe Kooperationspartner*innen, Unterstützer*innen und Freund*innen des Diakonischen Werkes, liebe Mitarbeitende,

bei diesem Kunstwerk von Kindern aus der sozialen Gruppenarbeit unserer Kinder- und Jugendhilfe lohnt es sich, mehrfach hinzuschauen. Neben dem Weihnachtsbaum mit dem wegweisenden Stern springt die Farbigkeit des Bildes ins Auge. Wie schön, dass die Kinder nicht grau in grau gemalt haben!

Auch in diesem Jahr müssen wir wiederum mit manchen Einschränkungen leben und in manchen Familien- und Freundeskreisen ist es schwieriger geworden, sich auf einen gemeinsamen Feiermodus zu verständigen. Der Riss, der durch unsere Gesellschaft geht oder vielleicht auch nur inzwischen offen hervortritt, wird uns sicher noch länger beschäftigen – auch über die Pandemie hinaus.

Und doch haben wir im zweiten Jahr der Pandemie wiederum viel Engagement von Menschen für Menschen erleben können, seien es die hauptberuflich oder die ehrenamtlich Tätigen. Daher möchte ich zunächst unseren haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen danken, die sich, wie viele Kolleg*innen der Wohlfahrtspflege in Kranken- und Altenpflege, der Behindertenhilfe und den zahlreichen anderen Arbeitsfeldern es tun, engagiert haben, um den Menschen, die auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, nahe zu bleiben. Ein großes Dankeschön auch unseren Kooperationspartner*innen in den Verbänden sowie denen, die im Jahr 2021 wiederum eine besondere Herausforderung in Politik und Verwaltung bewältigen mussten. Unsere gute Zusammenarbeit hat sich auch in diesem Jahr bewährt.

Für mich hat Weihnachten und die mit der Geburt Jesu beginnende Geschichte des christlichen Glaubens viel mit Hoffnung, realistischer Einschätzung unser Verantwortung, aber auch unserer Möglichkeiten zu tun.

Dazu schrieb der evangelische Theologe und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer in einer längeren Reflexion von zehn Jahren Nationalsozialismus zu Weihnachten 1942 folgendes:

‚Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage so viel Widerstandkraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im Voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein.‘

Ich wünsche Ihnen allen eine gute Zeit des Innehaltens, der Besinnung und dem Vertrauen darauf, dass wir auch eine Notlage wie die Pandemie mit ihren Folgen überwinden können.

Wolfgang Pempe, Geschäftsführer

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