Kronenkreuz in Gold

Abschied und Segen nach fast 38 Jahren im Dienst der Diakonie – Sozialarbeiterin Heidrun Mansch bekommt höchste Auszeichnung der Diakonie Deutschland

 

Heidrun Mansch.

Tauberbischofsheim. In einem Gottesdienst am Sonntag, 31. März 2019, hat das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis seine langjährige Mitarbeiterin Heidrun Mansch in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Nach fast 38 Jahren als Beraterin verlässt sie die Diakonie mit einer Arbeitsbiographie, die es so wohl kein zweites Mal gibt. 1981 nahm die Wahl-Tauberbischofsheimerin Heidrun Mansch, die ursprünglich aus Celle (Niedersachsen) stammt, als eine der ersten Sozialarbeiterinnen der Evangelischen Landeskirche in Baden ihren Dienst in der kirchlichen allgemeinen Sozialarbeit auf. In all den Jahren blieb sie diesem Arbeitsgebiet treu: vor allem Frauen und Paare beriet sie in Ehe-, Familien- und Lebensfragen. Daneben galt ihre berufliche Leidenschaft den Selbsthilfegruppen. Bereits in ihren Anfangsjahren betreute sie psychisch kranke Frauen und Männer in Lauda und Tauberbischofsheim, später Menschen nach einer Krebserkrankung. Ab den 1990er Jahren kamen Schwangerschafts- sowie Schwangerschaftskonfliktberatung hinzu. Gerne gesehener Gast war Heidrun Mansch auch in den Beratungsstellen in Wertheim und Bad Mergentheim, wo sie während ihres gesamten Berufslebens als Aushilfe einsprang, wenn nötig. „Jetzt ist es genug“, sagt die Sozialpädagogin selbst. „Ich freue mich, nicht mehr mit Terminkalender leben zu müssen und meinen Tag selbst zu gestalten. Ein bisschen Wehmut ist natürlich dabei – gerade weil ich auch Menschen zurücklasse, die ich über viele Jahre begleitet habe.“

Wolfgang Pempe überreicht das Goldene Kronenkreuz an Heidrun Mansch und dankt ihr für ihren langjährigen Einsatz für die Diakonie.

In seiner Predigt betonte Pfarrer Gerd Stühlinger, dass Kirche und Diakonie in Tauberbischofsheim nicht nur Nachbarn im Kirchweg seien, sondern auch beide gemeinsam im Auftrag Christi unterwegs. „Damit diese gelingt, müssen wir voneinander wissen und uns unterstützen“ sagte Pfarrer Stühlinger. Dieser Gottesdienst, in dem Heidrun Mansch auch noch einmal über ihre Tätigkeitsschwerpunkte berichtete, sei dafür ein gutes Beispiel.

 

Heidrun Mansch (Mitte) im Kreise der Kolleg*innen des Diakonischen Werks sowie der Kirchenbesucher*innen.

Beim anschließenden Empfang im Kirchsaal der evangelischen Kirchengemeinde, an dem viele Weggefährt*innen, Gemeindeglieder und Kolleg*innen teilnahmen, überreichte Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, das Kronenkreuz in Gold der Diakonie Deutschland zum Dank für ihr Engagement an die scheidende Heidrun Mansch. Diese Auszeichnung wird nur selten und für langjähriges Wirken in der Diakonie vergeben. „Sie haben bis zum letzten Tag mit hoher Fachkompetenz und Herzblut Ihren Dienst für die Menschen im Taubertal mit Freude getan. Dafür gebührt Ihnen dieser besondere Dank!“ sagte Pempe.

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