Kooperationsvereinbarung unterzeichnet – Start für Familienzentrum in Wertheim

Die Kooperationsvereinbarung für das Familienzentrum Wartberg/Reinhardshof unterzeichneten am Dienstag Bürgermeister Wolfgang Stein und Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Foto: Stadt Wertheim

Die Kooperationsvereinbarung für das Familienzentrum Wartberg/Reinhardshof unterzeichneten am Dienstag Bürgermeister Wolfgang Stein und Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Foto: Stadt Wertheim

Wertheim. Das war genau eingetaktet: Einen Monat nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates und rund vier Wochen vor dem Start am 1. April besiegelten Stadt und Diakonisches Werk ihre Kooperation für das Familienzentrum Wartberg/Reinhardshof am Dienstag, 6. März 2018. Bürgermeister Wolfgang Stein und Geschäftsführer Wolfgang Pempe setzten ihre Unterschriften unter die schriftliche Vereinbarung. Mit dabei waren die künftige Leiterin des Familienzentrums, Claudia Reinhold, sowie Mitglieder der Arbeitsgruppe, die seit Juli letzten Jahres die Vorarbeit geleistet hat.

Von einem „tollen Anlass um sich zu treffen“ sprach der Bürgermeister. Er erinnerte an die Vorarbeiten, die im Beschluss des Gemeinderates am 5. Februar gipfelten und skizzierte die Ziele, die alle Beteiligten mit dem Familienzentrum erreichen wollen. Vor allem geht es darum, einen niederschwelligen Zugang zu Begegnungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu schaffen. „Hier kann man auch einfach einmal die Tür aufmachen und sagen ‚hallo, da bin ich‘“, so Stein.

Das Familienzentrum solle darüber hinaus zur Integration und Identifikation mit dem Stadtteil Wartberg/Reinhardshof beitragen „und die Menschen hier dafür begeistern, sich noch mehr zu engagieren“. Es biete einen Ort der Vernetzung und Begegnung der verschiedenen Akteure, Zielgruppen und Generationen, stelle Raum zur Verfügung für vorhandene Aktivitäten, aber auch neue, selbst organisierte, Angebote, biete in unterschiedlicher Form Bildungs-  und Qualifizierungsmöglichkeiten und unterstütze und qualifiziere Ehrenamtliche. Bürgermeister Stein dankte dem Diakonischen Werk für die Übernahme der Trägerschaft.

Dessen Geschäftsführer Wolfgang Pempe sah in dem einmütigen Gemeinderatsbeschluss „ein gutes Zeichen für ein gemeinsames Wollen“. Er war zuversichtlich, dass es gelingen werde, viele unterschiedliche Interessen, Ideen und Akteure unter einen Hut zu bringen. Es bedürfe der „Experimentierfreude, um zu sehen, was für die Menschen passt“.

Das Familienzentrum startet offiziell am 1. April, seine Arbeit wird es dann am Dienstag nach Ostern aufnehmen. Als Stützpunkt dient das Büro der Stadtteilkoordination am Frankenplatz, in dem auch die Unterzeichnung stattfand. Das Diakonische Werk als Träger erhält von der Stadt einen jährlichen Zuschuss. Sie stellt zudem Räume unentgeltlich zur Verfügung. Zentrales Familienzentrum soll in einer zweiten Stufe nach dessen Sanierung und Überplanung das Kirchenzentrum Wartberg werden.

Quelle: Pressestelle Stadt Wertheim

Kronenkreuz in Gold

Abschied und Segen nach fast 25 Dienstjahren: Sozialarbeiter Peter Fischer-Rapp erhält zum Dank für seine Tätigkeit höchste Auszeichnung der Diakonie Deutschland überreicht.

Tauberbischofsheim. Mit einem Gottesdienst am Sonntag, 14. Januar 2018, haben der Verein „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“ sowie das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis Abschied von Dipl. Sozialpädagoge Peter Fischer-Rapp genommen. Zum Dank überreichte ihm Pfarrer Gerd Stühlinger das Kronenkreuz in Gold der Diakonie Deutschland – eine Auszeichnung, die nur selten und für langjähriges Wirken in der Diakonie vergeben wird. „Mit einem dicken weinenden Auge lassen wir Sie schweren Herzens ziehen. Wir danken Ihnen für die unendliche Geduld und das Einfühlungsvermögen, mit dem Sie sich all die Jahre für Jugendliche und junge Erwachsene eingesetzt haben“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Pempe beim anschließenden Empfang im Kirchsaal der evangelischen Kirchengemeinde Tauberbischofsheim. Der Geehrte selbst bekräftigte, dass für ihn selbst der Verein eine Art Heimat geworden sei – ein Ort in dem er stets Transparenz, Leichtigkeit, Vertrauen und heimatliche Gefühle habe erfahren dürfen.

Der Verein „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“ hilft Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Weg die beim Übergang in Ausbildung und Arbeit besondere Unterstützung brauchen.

Pfarrer Gerd Stühlinger (rechts) steckt dem scheidenden Peter Fischer-Rapp (links) das Goldene Kronenkreuz an.

Pfarrer Gerd Stühlinger (rechts) steckt dem scheidenden Peter Fischer-Rapp (links) das Goldene Kronenkreuz an.

 

 

 

Peter Fischer-Rapp (2.v.l.) im Kreis des Vereinsvorstands des „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“: Wolfgang Pempe, Birgit Schulz, Alfred Wetterich und Pfarrer Gerd Stühlinger. Links im Bild Fischer-Rapps Nachfolgerin Katrin Beuschlein.

Peter Fischer-Rapp (2.v.l.) im Kreis des Vereinsvorstands des „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“: Wolfgang Pempe, Birgit Schulz, Alfred Wetterich und Pfarrer Gerd Stühlinger. Links im Bild Fischer-Rapps Nachfolgerin Katrin Beuschlein.

 

Flüchtlingshelfer im Fokus

Die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe lädt in Kooperation mit der Jugendhilfe Creglingen, der Stadtbücherei Wertheim und der Städtische Mediothek Tauberbischofsheim zu Lesungen aus dem Buch „Über alle Grenzen hinweg – Flucht und Hilfe“ ein.

 

Drei Lesungen mit dem Buchautor Erhard Brunn (Frankfurt/Main) veranstaltet die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis.

Am Montag, 27. November 2017 liest er um 19 Uhr in Creglingen in der Jugendhilfe Creglingen e.V. (Riemenschneiderbrücke 6, Gartensaal), am Dienstag, 28. November 2017, 19 Uhr in der Städtischen Mediothek Tauberbischofsheim (Blumenstraße 5, hinter dem Rathaus) sowie am Mittwoch, 29. November 2017, 19 Uhr in der Stadtbücherei Wertheim (Bahnhofstraße 1). Im Anschluss wird ausführlich Gelegenheit sein, mit ihm ins Gespräch zu kommen und eigene Fragen und Erfahrungen einzubringen.

Der Eintritt ist jeweils frei.

 

Buchautor Erhard Brunn Foto: privat/Brunn

Buchautor Erhard Brunn Foto: privat/Brunn

Erhard Brunn verfasste sein Buch „Über alle Grenzen hinweg – Flucht und Hilfe“ aufgrund der Frage, warum sich plötzlich Menschen für andere Menschen verantwortlich fühlten. Seit dem Jahr 2015 haben sich zahlreiche Flüchtlingshelfer*innen teilweise intensiv und teilweise rund um die Uhr eingebracht. Er geht den Fragen nach, was diese Menschen gefühlt und erlebt haben und was dies für die heutige Kirche bedeutet. Er führte dazu zahlreiche Interviews mit Flüchtlingshelfer*innen, die alle in seinem Buch zu Wort kommen. Der Autor wurde 1956 in Schwerin geboren. Heute wohnt er in Frankfurt, ist Historiker und Berater für interkulturelle Kooperationen. Brunn hat mehrere Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet und dabei viele Einblicke in islamisch geprägte Länder erhalten.

Fachlichkeit mal sechs

Fest zum 40-jährigen Bestehen der Schwangerschafts- und Schwanger-schaftskonfliktberatung im Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis – Schwanger-App informiert ab sofort online über alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit

 

40 Jahre Schwangerschaftsberatung und –Konfliktberatung hat das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis am Donnerstag, 26. Oktober 2017, mit einem Festakt im Badischen Hof in Tauberbischofsheim begangen. Diakonie-Geschäftsführer Wolfgang Pempe begrüßte rund 50 Gäste, Kooperationspartner und Mitarbeitende. Den Festvortrag hielt Elisabeth Förter-Barth, Fachreferentin des Diakonischen Werks in Baden. Sie gratulierte zu 40 Jahren gelungener, kompetenter Beratungsarbeit und lobte die Idee dahinter: „Die evangelische Kirche und Diakonie im Main-Tauber-Kreis mit ihrer Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung (…) begleitet, berät, unterstützt Schwangere mit einem umfangreichen Hilfesystem. Sie ist da, ob die Frau einen Abbruch plant oder sich übers Wunschkind freut. Und das ist richtig gut, klug und weise.“
 
Pünktlich zum Jubiläum präsentierte das Diakonische Werk eine ergänzende Neuerung für die Beratung: Klientinnen können sich ab sofort unter

Wolfgang Pempe und Sozialdezernentin Elisabeth Krug testen die Schwanger-App.

Wolfgang Pempe und Sozialdezernentin Elisabeth Krug testen die Schwanger-App.

www.schwanger-app.de online und smartphone-optimiert über alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit umfassend informieren.

 

Sozialdezernentin Elisabeth Krug hob in ihrer Ansprache besonders das Netzwerk hervor, in dem sich die sechs Beraterinnen bewegten und mittels dessen sie Klientinnen und Klienten unterstützten. Umfassendes Expertenwissen und der Blick für das Ganze seien gefragt und kennzeichneten eine Qualitäts-Beratungsstelle. Die Zusammenarbeit mit weiteren Stellen helfe, im Bedarfsfall kompetent weiterzuleiten. „Mit dem Netzwerk Frühe Hilfen und dem Kinderschutz gibt es die Verbindung zu allen relevanten Stellen, Personen und Professionen, die ein gesundes und unbelastetes Aufwachsen von Kindern im Landkreis unterstützen“, sagte Krug weiter. Schwangerenberatung bei der Diakonie heiße Fachlichkeit mal sechs mit den mittlerweile sechs Beraterinnen in der Schwangerschaftsberatung.

 

Wolfgang Pempe dankte den Mitarbeiterinnen des Beraterinnen-Teams, zu dem auch die Familienhebamme Christine Göhring zählt, die sich mit

(von links): Das Team der Schwangerschaftsberaterinnen des Diakonischen Werks Elke Hauenstein, Familienhebamme Christine Göhring, Carina Kuhn, Marlies Lind, Heidrun Mansch mit Geschäftsführer Wolfgang Pempe. Es fehlen Birgit Schulz und Andrea Hausch.

(von links): Das Team der Schwangerschaftsberaterinnen des Diakonischen Werks Elke Hauenstein, Familienhebamme Christine Göhring, Carina Kuhn, Marlies Lind, Heidrun Mansch mit Geschäftsführer Wolfgang Pempe. Es fehlen Birgit Schulz und Andrea Hausch.

„unglaublich viel Herzblut und Engagement für die Frauen, ihre Familien und deren Probleme ein-setzen“. Für das Sozialministerium sandte Referentin Gabriele Hausen Glück-wünsche. Sie zeigte sich beeindruckt von der Anzahl der Einzelberatungen: Die Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsberatungsstelle in Tauberbischofsheim und der Nebenstellen in Bad Mergentheim und Wertheim haben im letzten Jahr mehr als 480 Frauen beraten und knapp 1.100 Beratungsgespräche durchgeführt. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Schwangerschaftsberatungsstellen des Diakonischen Werks seit 40 Jahren zu einer wichtigen und unverzichtbaren Anlaufstelle für schwangere Frauen im Main-Tauber-Kreis geworden ist. Für das Diakonische Werk arbeiten als Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberaterinnen: Marlies Lind, Elke Hauenstein (Wertheim), Heidrun Mansch und Carina Kuhn (Tauberbischofsheim) sowie Andrea Hausch und Birgit Schulz (Bad Mergentheim).

40 Jahre Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Seit 1977 beraten Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis Frauen und ihre Partner in Sachen Schwangerschaft oder bei Schwangerschafts- konflikten.
Dieses Jubiläum möchten wir gemeinsam mit Ihnen begehen.
 
Wir freuen uns über Ihr Kommen
am Donnerstag, 26. Oktober 2017, ab 17.30 Uhr
im Filmtheater „Badischer Hof“,
Am Sonnenplatz, 97941 Tauberbischofsheim.
 
Nach dem festlichen Teil mit Begrüßung, Grußworten und einem Einblick in die Geschichte unserer Arbeit folgt ab 19.30 Uhr der Film 24 Wochen.
Der Eintritt ins Kino ist frei, über eine Spende freuen wir uns.
 
24 WochenIn dem Film „24 Wochen“ werden die schwangere Astrid und ihr Partner Markus unerwartet aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung wird Trisomie 21 festgestellt. Zunächst wissen beide nicht, wie sie damit umgehen sollen, doch sie entscheiden sich gemeinsam für das Leben ihres Ungeborenen. Mit der gleichen Stärke, mit der sie bisher ihren Alltag in der Öffentlichkeit gemeistert haben, bereiten sich die zukünftigen Eltern auf ein Leben mit einem behinderten Kind vor. Unverdrossen stellen sie sich dem Unverständnis und den hilflosen Reaktionen im Freundes- und Verwandtenkreis. Bald verliert die Diagnose ihren Schrecken und die Vorfreude auf das gemeinsame Kind kehrt zurück.
 
Rückmeldung bis zum 10. Oktober erbeten an:
Diakonisches Werk, Telefon 09341 92800, info@diakonie-tbb.de
 
Foto: © Copyright Neue Visionen Filmverleih

Endlich rauchfrei

Die Beratungsstelle Bad Mergentheim des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis bietet ab November einen Tabakentwöhnungskurs an.
 
Barbara Veeh, Suchttherapeutin und zertifizierte Trainerin des „Rauchfrei Programms“, unterstützt Aufhörwillige auf dem Weg in ein rauchfreies Leben.
 
Das kostenlose, zunächst unverbindliche Einführungs- und Informationstreffen findet am Donnerstag, 9. November 2017, ab 18 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Dachgeschoss), Härterichstraße 18, in Bad Mergentheim, statt. Die folgenden Termine sind am 16., 23. und 30. November, jeweils ab 18 Uhr.
 
Die Kosten des gesamten Kurses liegen bei rund 150 Euro; sie werden zu einem großen Teil von den Krankenkassen übernommen.
 
Vielen Rauchern fällt es schwer, sich für immer von der Zigarette zu trennen. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann sich bei den insgesamt drei Treffen und zwei Telefontermi-nen professionell unterstützen zu lassen. Bei den Gruppenterminen erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zum Thema Rauchen und lernen Methoden kennen, die helfen, rauchfrei zu werden und es zu bleiben.
 
Das „Rauchfrei Programm“ wird stetig, basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickelt. Entwickelt wurde es vom Institut für Therapieforschung (IFT) Mün-chen in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und hat sich seit vielen Jahren bewährt. Anerkannte Studien zeigen, dass rund ein Drittel der Teilnehmenden auch nach einem Jahr rauchfrei geblieben sind.
 
Anmeldung zur kostenlosen Informationsveranstaltung per Telefon 07931 563870 oder E-Mail barbara.veeh@diakonie.ekiba.de.
 

Ökumenische Fachstelle zur Interkulturellen Woche

Veranstaltungsreihe mit Film „Deportation Class“ an drei Standorten – Thema Abschiebung in Wertheim, Tauberbischofsheim und Boxberg – Repair Café in Tauberbischofsheim und Argumentationstraining in Bad Mergentheim
 
Rund um die bundesweit stattfindende Interkulturelle Woche hat die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis eine Reihe von Veranstaltungen geplant. Sie zeigt unter anderem den Film „Deportation Class“ an drei Standorten.
 
Den Auftakt bildet die Veranstaltung am Dienstag, 19. September um 19 Uhr in Wertheim im Café Kunterbunt auf dem Wertheimer Reinhardshof.

Am Mittwoch, 27. September um 18.30 Uhr läuft der Film im Winfriedheim in Tauberbischofsheim (Schafweg 1) sowie am Donnerstag, 5. Oktober um 20.00 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Boxberg (Jakob-Reichert-Straße 22). Der Eintritt ist jeweils frei.
 
Darüber hinaus findet am Samstag, 23. September 2017 von 15.30 Uhr bis 18 Uhr ein so genanntes Repair Café in Tauberbischofsheim anlässlich des Liobafests rund um die Stadtkirche Sankt Martin (Liobaplatz1) statt.
 
Ein Argumentationstraining in Kooperation mit Team MeX der Landeszentrale für politische Bildung am Samstag, 30. September 2017 von 9 bis 16.30 Uhr im evangelischen Gemeindehaus Bad Mergentheim (Härterichstraße 18) sensibilisiert für menschenverachtende Einstellungen, Diskriminierung und ungleiche Chancen in der Gesellschaft. Das Training vermittelt Strategien für zivilcouragiertes Verhalten in der Konfrontation mit rechten Parolen und Vorurteilen und bietet Raum, diese einzuüben.
 
Der 90-minütige Film „Deportation Class“ zeichnet ein umfassendes Bild der Abschiebungen von der Planung einer Sammelabschiebung über einen nächtlichen Großeinsatz in den Unterkünften der Asylbewerber bis zu ihrer Ankunft im Heimatland.

Bei den Filmabenden stehen jeweils im Anschluss Referent*innen zur Besprechung und Diskussion zur Verfügung. In Wertheim und Boxberg spricht Nancy Gelb (u.a. Juristin im Diakonischen Werk im Neckar-Odenwald-Kreis, Mitglied der Rechtsberaterkonferenz Baden-Württemberg). Für den Abend in Tauberbischofsheim hat Melanie Skiba (Projektmitarbeiterin beim Flüchtlingsrat Ba-den Württemberg) zugesagt.
 
Das Repair Café funktioniert nach dem folgenden Prinzip: Wer mit einem defekten Gegenstand vorbeikommt, füllt ein Anmeldeformular aus und erklärt sich mit der Hausordnung einverstanden. Gemeinsam mit den Café-Besuchern sowie Hobbytüftlern nehmen Sie sich des Problems an und beheben es soweit es mög-lich ist. Während der Öffnungszeiten stehen Kaffee und Kuchen gegen eine Spende zur Verfügung. Darüber hinaus kann man Kontakte knüpfen und sein Wissen über Reparaturen erweitern. Basismaterial um einfache Reparaturen durchzuführen, steht kostenfrei zur Verfügung. Spenden sind jedoch willkommen.
 
Die Ökumenische Fachstelle ist eine gemeinsame Einrichtung des Caritasverbandes im Tauber-Kreis e.V., des Diakonischen Werkes im Main-Tauber-Kreis und des Kolping Bildungswerks, in Kooperation mit dem evangelischen Kirchenbezirk Wertheim und der Caritas Heilbronn-Hohenlohe. Ziel der Fachstelle ist es, die Flüchtlingsarbeit im Main-Tauber-Kreis mit fachlichen, organisatorischen, finanziellen und personellen Ressourcen zu stärken und zu begleiten. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements, insbesondere der Asyl-Helferkreise. Dies geschieht beispielsweise durch Beratung, Schulung und Vernetzung. Auch die Arbeit mit Kirchenge-meinden stellt einen wichtigen Bestandteil des Aufgabenspektrums dar. Daneben wird auch die Zusammenarbeit und Vernetzung mit weiteren Akteuren in der Flüchtlingsarbeit angestrebt und ausgebaut. Die Fachstelle wird aus kirchlichen Mitteln sowie einem Zuschuss des Landkreises finanziert.

Besondere Qualität im Miteinander

Neues Vorstandsmitglied der Diakonie Baden besucht Main-Tauber-Kreis – Dr. Ulrike Hahn erfreut über Vielfalt der Angebote und gute Vernetzung 


Tauberbischofsheim/Bad Mergentheim/Wertheim
. „Vernetzung ist gut und wichtig, gerade in einem Flächenlandkreis.“ Das hat Dr. Ulrike Hahn, im Frühjahr neu gewähltes Vorstandsmitglied der Diakonie Baden aus Karlsruhe, bei ihrem Antrittsbesuch beim Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis, am Donnerstag, 31. August 2017, betont.

P1010064_Hahn_Mansch_Pempe

Herzlich willkommen hieß es in der Geschäfts- und Beratungsstelle Tauberbischofsheim: Geschäftsführer Wolfgang Pempe (rechts) und Beraterin Heidrun Mansch (Mitte) begrüßen Dr. Ulrike Hahn (links) zum Antrittsbesuch.

Mit einem erkennbaren und klaren Profil in der offenen diakonischen Sozialarbeit, in der Migrations- und Flüchtlingsarbeit sowie in der Kinder- und Jugendhilfe sind nach den Worten Hahns beim Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis vor allem Menschen im Blick, die existenzielle Sorgen haben, deren Teilhabe gefährdet ist und die Solidarität und Unterstützung brauchen. „Die Diakonie bietet das an ihren Standorten in Wertheim, Bad Mergentheim und Tauberbischofsheim überzeugend an: mit hohem Engagement von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitenden, gut vernetzt, fachlich profiliert, wach für Entwicklungen und sensibel für Bedarfe“, sagte die Vorstandsfrau.

 

Die Verbundenheit der Mitarbeitenden mit den Menschen in „ihrer“ Region und „ihren“ Gemeinden sei unübersehbar und eine besondere Qualität. Ganz persönlich freue sie die ökumenische Zusammenarbeit von Diakonischem Werk und Caritasverband im Main-Tauber-Kreis, denn als Christen habe man einen gemeinsamen Auftrag. „Wir sollten ihn gut und glaubwürdig erfüllen: als in Gesellschaft und Politik hörbarer Fürsprecher der benachteiligten Menschen wie auch durch das Bekenntnis der Tat in den Diensten und Projekten“, forderte Hahn. Es sei deshalb gut, Kräfte zu bündeln, sich zu ergänzen und das Engagement sinnvoll abzustimmen.

P1010053_Wokal_Hahn

Stippvisite in der Bad Mergentheimer Tafel: Dr. Ulrike Hahn (rechts) im Gespräch mit Tafelleitung Monika Wokal (links).

 

 

 

Ehrenamtliche zeigen Haltung

Aktion von Sprechern der Helferkreise in der Flüchtlingshilfe – Wunsch: weniger

Bürokratie zugunsten von mehr Menschlichkeit – Gewisse Ermüdung im Engagement festzustellen

 

Claudia Sazinger ist seit drei Jahren im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Sie hat viele Geflüchtete getroffen, die im Laufe der Zeit Freunde geworden sind: „Ich zeige Haltung, weil diese „Fremden” Menschen sind und zu Freunden werden können.“

Claudia Sazinger ist seit drei Jahren im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Sie hat viele Geflüchtete getroffen, die im Laufe der Zeit Freunde geworden sind: „Ich zeige Haltung, weil diese „Fremden” Menschen sind und zu Freunden werden können.“

Tauberbischofsheim/Wertheim/Bad Mergentheim. Ihre Positionen zur Flüchtlingsthematik haben Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe im Rahmen ihres Sprecherkreistreffens klargemacht. Die Koordination dieser Aktion übernahm die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis. Ursprünglich stammt die Idee von der Initiative „Haltung zeigen“, einer hanseatischen Aktion für Flüchtlinge und Asylsuchende, wo Ehrenamtliche in kurzen Videos Position beziehen.

 

Horst Hoffmann ist seit über drei Jahren täglich ehrenamtlich im Büro des Arbeitskreises Asyl in Bad Mergentheim Ansprechpartner für kleine und große Anliegen und packt aktiv bei Umzügen an. Er hat das Gefühl, dass manchmal einfachere Lösungen schneller zum Erfolg führen würden: „Haltung zeigen kann auch schwer sein, weil pragmatische Lösungen nicht immer gewünscht sind!“

Horst Hoffmann ist seit über drei Jahren täglich ehrenamtlich im Büro des Arbeitskreises Asyl in Bad Mergentheim Ansprechpartner für kleine und große Anliegen und packt aktiv bei Umzügen an. Er hat das Gefühl, dass manchmal einfachere Lösungen schneller zum Erfolg führen würden: „Haltung zeigen kann auch schwer sein, weil pragmatische Lösungen nicht immer gewünscht sind!“

Viele der Helferinnen und Helfer im Main-Tauber-Kreis sind bereits seit fast vier Jahren unermüdlich im Einsatz in der Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingen. Auf den von ihnen verfassten Karten ist herauszulesen: Insgesamt wünschen sie sich weniger Bürokratie und mehr guten Willen seitens der Behörden.

 

Einige der Helferinnen und Helfer geben an, dass eine Integration der Geflüchteten anscheinend politisch nicht erwünscht sei: Zum einen gebe es einen spürbaren Wandel in der Willkommenskultur. Die Slogans „Refugees welcome“ und „Wir schaffen das“ scheinen in der aktuellen politischen Lage keinen Bestand mehr zu haben. Spürbar werde das für die Helferinnen und Helfer der Asylkreise unter anderem in der rückläufigen Zahl der ehrenamtlich

Engagierten.

 

Lena Brand vom Helferkreis aus Freudenberg ist seit Ende 2015 aktiv vor allem in der Sprachvermittlung. Sie ist der Meinung, dass allen Menschen in Not geholfen werden sollte: „Jeder hat das Recht auf Unterstützung und Hilfe.“

Lena Brand vom Helferkreis aus Freudenberg ist seit Ende 2015 aktiv vor allem in der Sprachvermittlung. Sie ist der Meinung, dass allen Menschen in Not geholfen werden sollte: „Jeder hat das Recht auf Unterstützung und Hilfe.“

Zum anderen führten aktuelle Gesetzesänderungen zu einer Verschärfung der Asylpolitik. Hier liegt aus Sicht der Ehrenamtlichen der Schwerpunkt zunehmend nicht mehr auf der Integration von Geflüchteten, sondern darauf, die Abschiebungen im Einklang mit den Gesetzen schnell und effektiv durchführen zu können.

 

Dennoch, und da sind sich Ehrenamtliche und die Mitarbeitenden der Ökumenischen Fachstelle einig, sei in den vergangenen Jahren einiges erreicht worden. Viele der Geflüchteten seien wirklich angekommen in Deutschland. Sie arbeiten, engagieren sich und haben Sprachkenntnisse erworben, die für eine

 

Kurt Ludwig ist seit Anfang des Jahres im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Er engagiert sich, weil „er etwas zurückgeben möchte“.

Kurt Ludwig ist seit Anfang des Jahres im Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim aktiv. Er engagiert sich, weil „er etwas zurückgeben möchte“.

weitergehende Integration notwendig seien. „Integration kann dann gelingen, wenn die Zusammenarbeit auf vielen Ebenen klappt“, ist sich Horst Hoffmann vom Arbeitskreis Asyl in Bad Mergentheim sicher.

Christa Frank vom Helferkreis Schwabhausen hilft ebenfalls aus Leidenschaft und Überzeugung: „Ich zeige Haltung, weil ich Kraft und Zeit habe, anderen zu helfen!“

Christa Frank vom Helferkreis Schwabhausen hilft ebenfalls aus Leidenschaft und Überzeugung: „Ich zeige Haltung, weil ich Kraft und Zeit habe, anderen zu helfen!“

Gottesdienst für Gehörlose

Am kommenden Sonntag, 23. Juli 2017, lädt die Hörgeschädigtenberatung des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis zusammen mit der Gehörlosengemeinde Bad Mergentheim zu einem ökumenischen Gottesdienst um 14 Uhr in der Spitalkirche in Bad Mergentheim ein.
Im Rahmen der Feier findet die Einführung für den Besuchsdienst statt. Gehörlose Menschen besuchen gehörlose Menschen im Alter oder bei Krankheit.
Nach dem Gottesdienst gibt es im evangelischen Gemeindehaus Kaffee und Kuchen.