Veranstaltung: Balanceakt Ehrenamt

Boxberg. Die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe lädt am Samstag, 16. Juni 2018, von 11 bis 15 Uhr erstmalig ins evangelische Gemeindehaus Boxberg (Jakob-Reichert-Straße 22, 97944 Boxberg) zu einem Austausch mit Dipl. Pädagogin und Supervisorin Lydia Smolny zum Thema „Mir geht´s gut im Ehrenamt!?“. Das Angebot richtet sich vorwiegend an Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, steht jedoch allen ehrenamtlich Engagierten offen.

Ehrenämter sind geprägt von intensiven und gewinnbringenden Kontakten und Momenten. Sie können jedoch auch sehr verantwortungsvoll und herausfordernd sein. Dieser Balanceakt kann ein ehrenamtliches Engagement äußerst kräftezehrend werden lassen, vor allem wenn die Waage zwischen beiden Teilen zu sehr in ein Ungleichgewicht gerät.

Was also tun, wenn man sich ohnmächtig fühlt und nicht mehr selbst ins Gleichgewicht findet? Die Veranstaltung soll in einem geschützten Rahmen Anreize zur Veränderung und Umstrukturierung des eigenen Ehrenamts setzen, Methoden der Psychohygiene vorstellen und Raum für Gespräche und Austausch bieten, in dem Ängste und Belastungen formuliert werden. Die Gesprächsinhalte der Veranstaltung werden vertraulich behandelt.

Es wird um eine Anmeldung bis zum 8. Juni 2018 (alex.schuck@diakonie.ekiba.de; Telefon 01573 1300686) gebeten. Die Veranstaltung ist kostenfrei und auf 20 Teilnehmer*innen begrenzt.

Keine Blumen und Pralinen: Eltern wünschen sich Schlaf

Wertheim. Schlaf ist DAS Thema für Eltern mit Babys: 78 Prozent der Kinder unter einem Jahr wachen laut einer Studie nachts bis zu viermal auf.* Dadurch sind die Eltern von Schlafmangel betroffen. Fehlen auf Dauer Möglichkeiten zur Entlastung, wirkt sich dies negativ auf die Eltern aus. 56 Prozent aller Mütter und Väter wünschen sich daher Unterstützung beim Thema Babyschlaf. wellcome in Wertheim unterstützt Familien im ersten Jahr nach der Geburt durch Ehrenamtliche. Seit sechs Jahren gibt es den wellcome-Standort in der Main-Tauber-Stadt.

Hinzu kommt, dass sich junge Familien beim Thema zunehmend allein gelassen fühlen: Aufgrund steigender Mobilität fehlt häufig ein nachbarschaftliches oder familiäres Netzwerk, das es Eltern ermöglicht, sich Tipps zu holen oder tagsüber einmal auszuruhen. Können weder Familie noch Freunde mit Rat oder Unterstützung zur Seite stehen, springen die Ehrenamtlichen von wellcome ein.


wellcome unterstützt frischgebackene Eltern in Wertheim

wellcome ist moderne Nachbarschaftshilfe für Eltern: Ehrenamtliche helfen für ein paar Monate ein- bis zwei Mal pro Woche ganz praktisch im Alltag – so wie es sonst Familie, Freunde oder Nachbarn tun würden. Einige Beispiele: Sie gehen mit dem Baby spazieren, damit die Mutter Schlaf nachholen kann, begleiten die Zwillingsmutter zu Arztbesuchen oder spielen mit den Geschwisterkindern. Sie stehen mit Rat und Tat zur Seite oder hören einfach zu.

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wellcome-Logo.

Ehrenamtliche helfen, damit aus kleinen Krisen keine großen werden

In Wertheim setzt das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis in Kooperation mit wellcome diese familiäre Hilfe um. Das Team bilden Koordinatorin Elke Hauenstein sowie acht Ehrenamtliche. Allein im Jahr 2017 haben sie acht Familien betreut und ihnen insgesamt 224 Stunden ihrer Zeit geschenkt.
wellcome-Koordinatorin Hauenstein betont: „wellcome-Ehrenamtliche können ganz schnell und konkret helfen. Eine kleine Unterstützung mit großer Wirkung – denn häufig kommt es gar nicht erst zu größeren Problemen, wenn Eltern frühzeitig entlastet werden.“ Aus diesem Grund, und um mehr Familien Hilfe anbieten zu können freut sich Diakonie-Mitarbeiterin Hauenstein auch über Zuwachs im Kreis der Ehrenamtlichen. Interessierte nehmen gerne über sie Kontakt auf: Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, wellcome-Wertheim, Elke Hauenstein, Mühlenstraße 3-5, 97877 Wertheim, Telefon: 09342 92750, E-Mail: elke.hauenstein@diakonie.ekiba.de, www.wellcome-online.de.

*In einer repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstitut Forsa in Kooperation mit wellcome und Pampers wurden 1.002 Eltern von Kindern im Alter von 0–5 Jahre zu ihrem Schlaf und dem ihrer Kinder befragt. 35 % der Befragten haben ein Kind von 0–1 Jahr, 38 % von 2–3 Jahre, 27 % von 4–5 Jahren. Mehr Informationen:
https://www.wellcome-online.de/ueber-uns/presse/downloads/Pampers_wellcome_Schlaf-Studie_final_2018.pdf

Tatjana Gering neue Stadtteilkoordinatorin

Diakonisches Werk führt Aufgabe ab Mai nahtlos fort

Wertheim. Person und Träger wechseln, die Aufgabe bleibt. Mit Tatjana Gering hat der Wartberg ab 1. Mai 2018 eine neue Stadtteilkoordinatorin. Die Sozialpädagogin ist Mitarbeiterin des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis. Sie folgt auf Tino Weise vom Caritasverband.

Das Büro der Stadtteilkoordination bleibt im Zentrum des Wartbergs am Frankenplatz 23. Hier wird Tatjana Gering vorläufig folgende Sprechzeiten haben: Montag und Mittwoch jeweils von 8 bis 12 Uhr.

Tatjana Gering, neue Stadtteilkoordinatorin am Wartberg in Wertheim. Foto: Stadt Wertheim.

Tatjana Gering, neue Stadtteilkoordinatorin am Wartberg in Wertheim.
Foto: Stadt Wertheim.

Das neue Familienzentrum Wartberg/Reinhardshof, ebenfalls unter Trägerschaft des Diakonischen Werks, hat seinen Stützpunkt an der gleichen Adresse. So bilden Claudia Reinhold, die Leiterin des Familienzentrums, und die neue Stadtteilkoordinatorin Tatjana Gering ein kollegiales Tandem, das sich ergänzt und unterstützt.

Die 43-jährige Wertheimerin, die mit ihrer Familie am Wartberg wohnt, freut sich auf die neue Aufgabe. Seit 2010 ist die Diplom-Sozialpädagogin (FH) für das Diakonische Werk in der Kinder- und Jugendhilfe tätig. Als Geschäftsführer Wolfgang Pempe in seinem Team jemanden für die Stadtteilkoordination suchte, „habe ich die Chance, jetzt etwa Neues und Anderes zu machen, gerne ergriffen.“ Am bisherigen Arbeitsplatz muss die Nachfolge noch geregelt werden. Deshalb startet Tatjana Gering am Wartberg zunächst mit 25 Prozent, um dann sobald wie möglich auf eine halbe Personalstelle aufzustocken.

Aufgabe der Stadtteilkoordination ist es, das bürgerschaftliche Miteinander im Stadtteil Wartberg zu fördern – durch Koordinierung, Vernetzung und Unterstützung von Projekten und Aktivitäten. Die Stadtteilkoordination war auf Initiative der Stadt erstmals 2010 installiert worden, damals unter Trägerschaft des DRK. Im April 2015 erfolgte ein Neustart unter Trägerschaft des Caritasverbands. Ab Mai 2018 ist neuer Kooperationspartner der Stadt das Diakonische Werk. Finanziert wird die Stadtteilkoordination von der Stadt Wertheim mit einem Zuschuss des Landkreises.

 

Teenager an die Hand nehmen

Carmen Eckert (links, Diakonisches Werk) und Thomas Anemüller (rechts, Edward-Uihlein-Schule) betreuen im laufenden Schuljahr die Übergangsgruppe Wertheim.  Foto: Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis.

Carmen Eckert (links, Diakonisches Werk) und Thomas Anemüller (rechts, Edward-Uihlein-Schule) betreuen im laufenden Schuljahr die Übergangsgruppe Wertheim.
Foto: Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis.

Teenager an die Hand nehmen

„Übergangsgruppe Wertheim“ bietet Teenagern ab der 7. Jahrgangsstufe Hilfe – Motivationsaufbau statt Null-Bock-Haltung – Mädchen und Jungen werden wieder an den regulären Schulbesuch herangeführt

 Wertheim. Jannik M. ist 15.⃰ Er lebt zusammen mit seiner Mutter und seinen beiden jüngeren Schwestern in einer kleinen Mietwohnung. Zu seinem Vater hat Jannik keinen Kontakt mehr. Auf Schule und Lernen hat er gerade keinen Bock  „Versetzung gefährdet“ stand im Halbjahreszeugnis. „Meine Mutter“, sagt er, „kann mir sowieso nicht beim Lernen helfen. Sie ist nachmittags arbeiten und außerdem spricht sie eh nicht so gut Deutsch“. Statt im Unterricht oder über den Hausaufgaben sitzt er lieber bei seinen älteren Kumpels. Zockt Minecraft statt Mathe zu büffeln. Sein Smartphone und er – eine untrennbare Einheit. Was um ihn herum passiert, nimmt er gar nicht richtig wahr. Wie er das Schuljahr noch schaffen soll, weiß er nicht und es ist ihm auch egal. Höchste Zeit, einzugreifen, fand seine Lehrerin.

Seine Lehrerin und seine – zunächst ahnungslose – Mutter geben Jannik nicht auf. Mit Mühe können sie ihn zu einem Kontakt zur Jugendsozialarbeiterin ermutigen. Alle möchten, dass er das Schuljahr schafft, wieder Anschluss an seine Klassengemeinschaft findet. Carmen Eckert vom Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis bietet ihm an, in die Übergangsgruppe zu kommen, um einzeln und in der Kleingruppe mit ihm Versäumtes nachzuholen und über seine Sorgen aber auch seine Zukunftswünsche zu sprechen. Jannik stimmt zu und besucht mit Absprache der Klassenlehrerin tage- und stundenweise die Übergangsgruppe. Dort gefällt es ihm und das Lernen macht ihm wieder Spaß. „Ich kann ja doch was“, stellt er nach einigen Tagen erstaunt fest. Nach wenigen Wochen hat er das Gefühl, wieder dabei zu sein. Er kommt inzwischen wieder regelmäßig zum Unterricht. Sogar ein Praktikum in einem Bestenheider Industriebetrieb hat er in Aussicht.

SchülerInnen, die gar nicht oder nicht ausreichend motiviert sind – das kann aus psychischen, gesundheitlichen oder familiären Gründen sein – drohen allmählich den Anschluss zu verlieren und in eine Abwärtsspirale zu geraten. Spätestens dann müssen auch 15-jährige Jugendliche an die Hand genommen werden. Insgesamt 15 Jahre, davon seit 2007 in Trägerschaft der Kinder- und Jugendhilfe des Diakonischen Werks, gibt es hierfür ein schulisches Angebot: die „Übergangsgruppe Wertheim“. Sie bietet Teenagern ab der 7. Jahrgangsstufe konkrete, niederschwellige Hilfe an, leistet Motivationsaufbau und führt die Mädchen und Jungen wieder an den regulären Schulbesuch heran.

Lernen in kleinen Gruppen, eine individuell und flexibel gestaltete Unterstützung, ein intensiver Beziehungsaufbau sowie das Üben von sozialen Kompetenzen: So gelingt es den SchülerInnen meist, sich individuell und sozial zu stabilisieren und einen „Neuanfang“ zu gestalten. Die Jugendlichen verlassen hierfür stunden-, tage- oder wochenweise ihren Klassenverband. Carmen Eckert (Diakonisches Werk) und Thomas Anemüller (Edward-Uihlein-Schule) fördern in dieser Zeit individuell mit Einzelunterricht und Kleingruppenarbeit. Wichtig ist bei einem Neustart eine enge Kooperation mit der Klassenlehrkraft, der Schulsozialarbeit und vor allem den Eltern.

Nicht nur Jannik kann aufgrund seiner Situation der Übergangsgruppe gemeldet werden. Auch Jugendliche, die sich in einer Krisensituation befinden (z.B. aufgrund von Trennung der Eltern, langfristiger Erkrankung, familiärer oder persönlicher Probleme) oder die im Unterricht durch ihr Verhalten auffallen (z.B. durch Stören oder inneren Rückzug, Mobbing) können von diesem Angebot profitieren. Ziel der individuellen Förderung ist die persönliche und soziale Stabilisierung der jungen Menschen, um damit Schulversagen und/oder einen drohenden Schulabbruch zu verhindern.

Das Projekt „Übergangsgruppe“ wird durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln der Europäischen Union gefördert. Unterstützt wird es zusätzlich von der Stadt Wertheim, dem Jugendamt im Main-Tauber-Kreis, dem Schulamt sowie dem Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis.

In der Regel nehmen die Schulen in Absprache mit den Erziehungsberechtigten Kontakt auf über:

Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis
Übergangsgruppe Wertheim
Boxtaler Weg 2
97877 Wertheim

Ansprechpartnerin:
Carmen Eckert (Dipl.Pädagogin)
0178/9355557 oder 09342/935507-40

Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum Wertheim
Edward-Uihlein-Schule
97877 Wertheim

Ansprechpartner:
Thomas Anemüller (Sonderschullehrer mit Fachausbildung)
09342/6887

⃰ Name geändert

Kooperationsvereinbarung unterzeichnet – Start für Familienzentrum in Wertheim

Die Kooperationsvereinbarung für das Familienzentrum Wartberg/Reinhardshof unterzeichneten am Dienstag Bürgermeister Wolfgang Stein und Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Foto: Stadt Wertheim

Die Kooperationsvereinbarung für das Familienzentrum Wartberg/Reinhardshof unterzeichneten am Dienstag Bürgermeister Wolfgang Stein und Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Foto: Stadt Wertheim

Wertheim. Das war genau eingetaktet: Einen Monat nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates und rund vier Wochen vor dem Start am 1. April besiegelten Stadt und Diakonisches Werk ihre Kooperation für das Familienzentrum Wartberg/Reinhardshof am Dienstag, 6. März 2018. Bürgermeister Wolfgang Stein und Geschäftsführer Wolfgang Pempe setzten ihre Unterschriften unter die schriftliche Vereinbarung. Mit dabei waren die künftige Leiterin des Familienzentrums, Claudia Reinhold, sowie Mitglieder der Arbeitsgruppe, die seit Juli letzten Jahres die Vorarbeit geleistet hat.

Von einem „tollen Anlass um sich zu treffen“ sprach der Bürgermeister. Er erinnerte an die Vorarbeiten, die im Beschluss des Gemeinderates am 5. Februar gipfelten und skizzierte die Ziele, die alle Beteiligten mit dem Familienzentrum erreichen wollen. Vor allem geht es darum, einen niederschwelligen Zugang zu Begegnungs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten zu schaffen. „Hier kann man auch einfach einmal die Tür aufmachen und sagen ‚hallo, da bin ich‘“, so Stein.

Das Familienzentrum solle darüber hinaus zur Integration und Identifikation mit dem Stadtteil Wartberg/Reinhardshof beitragen „und die Menschen hier dafür begeistern, sich noch mehr zu engagieren“. Es biete einen Ort der Vernetzung und Begegnung der verschiedenen Akteure, Zielgruppen und Generationen, stelle Raum zur Verfügung für vorhandene Aktivitäten, aber auch neue, selbst organisierte, Angebote, biete in unterschiedlicher Form Bildungs-  und Qualifizierungsmöglichkeiten und unterstütze und qualifiziere Ehrenamtliche. Bürgermeister Stein dankte dem Diakonischen Werk für die Übernahme der Trägerschaft.

Dessen Geschäftsführer Wolfgang Pempe sah in dem einmütigen Gemeinderatsbeschluss „ein gutes Zeichen für ein gemeinsames Wollen“. Er war zuversichtlich, dass es gelingen werde, viele unterschiedliche Interessen, Ideen und Akteure unter einen Hut zu bringen. Es bedürfe der „Experimentierfreude, um zu sehen, was für die Menschen passt“.

Das Familienzentrum startet offiziell am 1. April, seine Arbeit wird es dann am Dienstag nach Ostern aufnehmen. Als Stützpunkt dient das Büro der Stadtteilkoordination am Frankenplatz, in dem auch die Unterzeichnung stattfand. Das Diakonische Werk als Träger erhält von der Stadt einen jährlichen Zuschuss. Sie stellt zudem Räume unentgeltlich zur Verfügung. Zentrales Familienzentrum soll in einer zweiten Stufe nach dessen Sanierung und Überplanung das Kirchenzentrum Wartberg werden.

Quelle: Pressestelle Stadt Wertheim

Kronenkreuz in Gold

Abschied und Segen nach fast 25 Dienstjahren: Sozialarbeiter Peter Fischer-Rapp erhält zum Dank für seine Tätigkeit höchste Auszeichnung der Diakonie Deutschland überreicht.

Tauberbischofsheim. Mit einem Gottesdienst am Sonntag, 14. Januar 2018, haben der Verein „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“ sowie das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis Abschied von Dipl. Sozialpädagoge Peter Fischer-Rapp genommen. Zum Dank überreichte ihm Pfarrer Gerd Stühlinger das Kronenkreuz in Gold der Diakonie Deutschland – eine Auszeichnung, die nur selten und für langjähriges Wirken in der Diakonie vergeben wird. „Mit einem dicken weinenden Auge lassen wir Sie schweren Herzens ziehen. Wir danken Ihnen für die unendliche Geduld und das Einfühlungsvermögen, mit dem Sie sich all die Jahre für Jugendliche und junge Erwachsene eingesetzt haben“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Pempe beim anschließenden Empfang im Kirchsaal der evangelischen Kirchengemeinde Tauberbischofsheim. Der Geehrte selbst bekräftigte, dass für ihn selbst der Verein eine Art Heimat geworden sei – ein Ort in dem er stets Transparenz, Leichtigkeit, Vertrauen und heimatliche Gefühle habe erfahren dürfen.

Der Verein „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“ hilft Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf dem Weg die beim Übergang in Ausbildung und Arbeit besondere Unterstützung brauchen.

Pfarrer Gerd Stühlinger (rechts) steckt dem scheidenden Peter Fischer-Rapp (links) das Goldene Kronenkreuz an.

Pfarrer Gerd Stühlinger (rechts) steckt dem scheidenden Peter Fischer-Rapp (links) das Goldene Kronenkreuz an.

 

 

 

Peter Fischer-Rapp (2.v.l.) im Kreis des Vereinsvorstands des „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“: Wolfgang Pempe, Birgit Schulz, Alfred Wetterich und Pfarrer Gerd Stühlinger. Links im Bild Fischer-Rapps Nachfolgerin Katrin Beuschlein.

Peter Fischer-Rapp (2.v.l.) im Kreis des Vereinsvorstands des „Diakonische Jugend- und Sozialarbeit e.V.“: Wolfgang Pempe, Birgit Schulz, Alfred Wetterich und Pfarrer Gerd Stühlinger. Links im Bild Fischer-Rapps Nachfolgerin Katrin Beuschlein.

 

Flüchtlingshelfer im Fokus

Die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe lädt in Kooperation mit der Jugendhilfe Creglingen, der Stadtbücherei Wertheim und der Städtische Mediothek Tauberbischofsheim zu Lesungen aus dem Buch „Über alle Grenzen hinweg – Flucht und Hilfe“ ein.

 

Drei Lesungen mit dem Buchautor Erhard Brunn (Frankfurt/Main) veranstaltet die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis.

Am Montag, 27. November 2017 liest er um 19 Uhr in Creglingen in der Jugendhilfe Creglingen e.V. (Riemenschneiderbrücke 6, Gartensaal), am Dienstag, 28. November 2017, 19 Uhr in der Städtischen Mediothek Tauberbischofsheim (Blumenstraße 5, hinter dem Rathaus) sowie am Mittwoch, 29. November 2017, 19 Uhr in der Stadtbücherei Wertheim (Bahnhofstraße 1). Im Anschluss wird ausführlich Gelegenheit sein, mit ihm ins Gespräch zu kommen und eigene Fragen und Erfahrungen einzubringen.

Der Eintritt ist jeweils frei.

 

Buchautor Erhard Brunn Foto: privat/Brunn

Buchautor Erhard Brunn Foto: privat/Brunn

Erhard Brunn verfasste sein Buch „Über alle Grenzen hinweg – Flucht und Hilfe“ aufgrund der Frage, warum sich plötzlich Menschen für andere Menschen verantwortlich fühlten. Seit dem Jahr 2015 haben sich zahlreiche Flüchtlingshelfer*innen teilweise intensiv und teilweise rund um die Uhr eingebracht. Er geht den Fragen nach, was diese Menschen gefühlt und erlebt haben und was dies für die heutige Kirche bedeutet. Er führte dazu zahlreiche Interviews mit Flüchtlingshelfer*innen, die alle in seinem Buch zu Wort kommen. Der Autor wurde 1956 in Schwerin geboren. Heute wohnt er in Frankfurt, ist Historiker und Berater für interkulturelle Kooperationen. Brunn hat mehrere Jahre im Ausland gelebt und gearbeitet und dabei viele Einblicke in islamisch geprägte Länder erhalten.

Fachlichkeit mal sechs

Fest zum 40-jährigen Bestehen der Schwangerschafts- und Schwanger-schaftskonfliktberatung im Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis – Schwanger-App informiert ab sofort online über alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit

 

40 Jahre Schwangerschaftsberatung und –Konfliktberatung hat das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis am Donnerstag, 26. Oktober 2017, mit einem Festakt im Badischen Hof in Tauberbischofsheim begangen. Diakonie-Geschäftsführer Wolfgang Pempe begrüßte rund 50 Gäste, Kooperationspartner und Mitarbeitende. Den Festvortrag hielt Elisabeth Förter-Barth, Fachreferentin des Diakonischen Werks in Baden. Sie gratulierte zu 40 Jahren gelungener, kompetenter Beratungsarbeit und lobte die Idee dahinter: „Die evangelische Kirche und Diakonie im Main-Tauber-Kreis mit ihrer Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung (…) begleitet, berät, unterstützt Schwangere mit einem umfangreichen Hilfesystem. Sie ist da, ob die Frau einen Abbruch plant oder sich übers Wunschkind freut. Und das ist richtig gut, klug und weise.“
 
Pünktlich zum Jubiläum präsentierte das Diakonische Werk eine ergänzende Neuerung für die Beratung: Klientinnen können sich ab sofort unter

Wolfgang Pempe und Sozialdezernentin Elisabeth Krug testen die Schwanger-App.

Wolfgang Pempe und Sozialdezernentin Elisabeth Krug testen die Schwanger-App.

www.schwanger-app.de online und smartphone-optimiert über alle Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Babyzeit umfassend informieren.

 

Sozialdezernentin Elisabeth Krug hob in ihrer Ansprache besonders das Netzwerk hervor, in dem sich die sechs Beraterinnen bewegten und mittels dessen sie Klientinnen und Klienten unterstützten. Umfassendes Expertenwissen und der Blick für das Ganze seien gefragt und kennzeichneten eine Qualitäts-Beratungsstelle. Die Zusammenarbeit mit weiteren Stellen helfe, im Bedarfsfall kompetent weiterzuleiten. „Mit dem Netzwerk Frühe Hilfen und dem Kinderschutz gibt es die Verbindung zu allen relevanten Stellen, Personen und Professionen, die ein gesundes und unbelastetes Aufwachsen von Kindern im Landkreis unterstützen“, sagte Krug weiter. Schwangerenberatung bei der Diakonie heiße Fachlichkeit mal sechs mit den mittlerweile sechs Beraterinnen in der Schwangerschaftsberatung.

 

Wolfgang Pempe dankte den Mitarbeiterinnen des Beraterinnen-Teams, zu dem auch die Familienhebamme Christine Göhring zählt, die sich mit

(von links): Das Team der Schwangerschaftsberaterinnen des Diakonischen Werks Elke Hauenstein, Familienhebamme Christine Göhring, Carina Kuhn, Marlies Lind, Heidrun Mansch mit Geschäftsführer Wolfgang Pempe. Es fehlen Birgit Schulz und Andrea Hausch.

(von links): Das Team der Schwangerschaftsberaterinnen des Diakonischen Werks Elke Hauenstein, Familienhebamme Christine Göhring, Carina Kuhn, Marlies Lind, Heidrun Mansch mit Geschäftsführer Wolfgang Pempe. Es fehlen Birgit Schulz und Andrea Hausch.

„unglaublich viel Herzblut und Engagement für die Frauen, ihre Familien und deren Probleme ein-setzen“. Für das Sozialministerium sandte Referentin Gabriele Hausen Glück-wünsche. Sie zeigte sich beeindruckt von der Anzahl der Einzelberatungen: Die Mitarbeiterinnen der Schwangerschaftsberatungsstelle in Tauberbischofsheim und der Nebenstellen in Bad Mergentheim und Wertheim haben im letzten Jahr mehr als 480 Frauen beraten und knapp 1.100 Beratungsgespräche durchgeführt. Diese Zahlen machen deutlich, dass die Schwangerschaftsberatungsstellen des Diakonischen Werks seit 40 Jahren zu einer wichtigen und unverzichtbaren Anlaufstelle für schwangere Frauen im Main-Tauber-Kreis geworden ist. Für das Diakonische Werk arbeiten als Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberaterinnen: Marlies Lind, Elke Hauenstein (Wertheim), Heidrun Mansch und Carina Kuhn (Tauberbischofsheim) sowie Andrea Hausch und Birgit Schulz (Bad Mergentheim).

40 Jahre Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberatung

Seit 1977 beraten Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis Frauen und ihre Partner in Sachen Schwangerschaft oder bei Schwangerschafts- konflikten.
Dieses Jubiläum möchten wir gemeinsam mit Ihnen begehen.
 
Wir freuen uns über Ihr Kommen
am Donnerstag, 26. Oktober 2017, ab 17.30 Uhr
im Filmtheater „Badischer Hof“,
Am Sonnenplatz, 97941 Tauberbischofsheim.
 
Nach dem festlichen Teil mit Begrüßung, Grußworten und einem Einblick in die Geschichte unserer Arbeit folgt ab 19.30 Uhr der Film 24 Wochen.
Der Eintritt ins Kino ist frei, über eine Spende freuen wir uns.
 
24 WochenIn dem Film „24 Wochen“ werden die schwangere Astrid und ihr Partner Markus unerwartet aus der Bahn geworfen: Bei einer Routineuntersuchung wird Trisomie 21 festgestellt. Zunächst wissen beide nicht, wie sie damit umgehen sollen, doch sie entscheiden sich gemeinsam für das Leben ihres Ungeborenen. Mit der gleichen Stärke, mit der sie bisher ihren Alltag in der Öffentlichkeit gemeistert haben, bereiten sich die zukünftigen Eltern auf ein Leben mit einem behinderten Kind vor. Unverdrossen stellen sie sich dem Unverständnis und den hilflosen Reaktionen im Freundes- und Verwandtenkreis. Bald verliert die Diagnose ihren Schrecken und die Vorfreude auf das gemeinsame Kind kehrt zurück.
 
Rückmeldung bis zum 10. Oktober erbeten an:
Diakonisches Werk, Telefon 09341 92800, info@diakonie-tbb.de
 
Foto: © Copyright Neue Visionen Filmverleih

Endlich rauchfrei

Die Beratungsstelle Bad Mergentheim des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis bietet ab November einen Tabakentwöhnungskurs an.
 
Barbara Veeh, Suchttherapeutin und zertifizierte Trainerin des „Rauchfrei Programms“, unterstützt Aufhörwillige auf dem Weg in ein rauchfreies Leben.
 
Das kostenlose, zunächst unverbindliche Einführungs- und Informationstreffen findet am Donnerstag, 9. November 2017, ab 18 Uhr im Dietrich-Bonhoeffer-Haus (Dachgeschoss), Härterichstraße 18, in Bad Mergentheim, statt. Die folgenden Termine sind am 16., 23. und 30. November, jeweils ab 18 Uhr.
 
Die Kosten des gesamten Kurses liegen bei rund 150 Euro; sie werden zu einem großen Teil von den Krankenkassen übernommen.
 
Vielen Rauchern fällt es schwer, sich für immer von der Zigarette zu trennen. Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, kann sich bei den insgesamt drei Treffen und zwei Telefontermi-nen professionell unterstützen zu lassen. Bei den Gruppenterminen erfahren die Teilnehmer Wissenswertes zum Thema Rauchen und lernen Methoden kennen, die helfen, rauchfrei zu werden und es zu bleiben.
 
Das „Rauchfrei Programm“ wird stetig, basierend auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen weiterentwickelt. Entwickelt wurde es vom Institut für Therapieforschung (IFT) Mün-chen in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und hat sich seit vielen Jahren bewährt. Anerkannte Studien zeigen, dass rund ein Drittel der Teilnehmenden auch nach einem Jahr rauchfrei geblieben sind.
 
Anmeldung zur kostenlosen Informationsveranstaltung per Telefon 07931 563870 oder E-Mail barbara.veeh@diakonie.ekiba.de.