Diakonisches Werk kein Alleinunterhalter

Familiennetzwerk Boxberg nimmt seinen Betrieb auf – Festakt mit allen Beteiligten – Diakonie-Geschäftsführer Pempe: „Wertschätzen, was vorhanden ist und weiterentwickeln, wo noch Bedarf besteht“

 

Boxberg. In einem Festakt mit allen Beteiligten ist am Donnerstag, 27. Juni 2019, der offizielle Startpunkt des Familiennetzwerks Boxberg gesetzt worden. In Trägerschaft bzw. Koordination des Diakonischen Werks (DW) im Main-Tauber-Kreis haben die Stadt Boxberg mit ihrer städtischen Mediothek sowie die evangelische Kirchengemeinde Boxberg-Wölchingen mit dem Kindergarten „Schatzkiste“ ihre fruchtbare Zusammenarbeit nun offiziell begonnen. Zu weiteren Mitstreitern zählen die Evangelische Erwachsenenbildung, das Generationennetzwerk, der Verein Akzente sowie Einzelpersonen aus Kirchen-, Orts- und Gemeinderat. Der Leiter der Koordinierungsstelle Daniel Gehrlein berichtete von zahlreichen geplanten Aktivitäten und Vorhaben in den kommenden Monaten. So wird beispielsweise eine Vortragsreihe für Familien zu Fragen von Erziehung und Gesundheit starten. Daneben gibt es Gespräche mit der Erziehungsberatung des Caritasverbandes und dem Migrationsdienst des Deutschen Roten Kreuz, die Sprechstunden zu ihren Themen abhalten werden. Ein Kurs für werdende Mütter mit der Familienhebamme des DW startet im Herbst.

 

Der Geschäftsführer des DW, Wolfgang

Freudentag in Boxberg: Das Familiennetzwerk in Boxberg hat nun seinen offiziellen Start gefeiert. Mit dabei waren (von links): Claudia Schlör (Stadt Boxberg), Brigitte Stelter (Leiterin Kindergarten Schatzkiste), Klaus Dörzbacher (Kirchengemeinderatsvorsitzender), Elisabeth Krug (Sozialdezernentin), Wolfgang Pempe (Geschäftsführer DW), Daniel Gehrlein (Koordinator des Netzwerks), Renate Geiger (Beraterin DW), Pfarrerin Heike Kuhn (Beiratsvorsitzende und Leiterin der Ev. Erwachsenenbildung Odenwald-Tauber sowie Christian Kremer (Bürgermeister Boxberg).

Pempe, hob hervor, dass der Erfolg dieses Netzwerks „viele Väter und Mütter“ habe. Er dankte Landrat Reinhard Frank, dass dieser sich seit 2015 dafür eingesetzt habe, unter Leitung von Sozialdezernentin Elisabeth Krug erste konzeptionelle Überlegungen für Familienzentren im Main-Tauber-Kreis anzustoßen. Nach Vorarbeit durch Arbeitsgruppen und dem finalen Beschluss des Landkreises sei er 2017 erstmals auf mögliche Kooperationspartner zugegangen, wozu vor allem die evangelische Kirchengemeinde unter Leitung vom Klaus Dörzbacher zähle, der aufgrund der Pfarrvakanz erster Ansprechpartner wurde. Pempe dankte Boxbergs Bürgermeister Christian Kremer, dass er sich habe überzeugen lassen, eine zunächst schon beinahe verloren geglaubte Idee doch noch ins Leben zu rufen. „Das Diakonische Werk versteht sich hier nicht als Alleinunterhalter. (…) Lassen Sie uns gemeinsam zum Wohl der Menschen in Boxberg wertschätzen, was schon vorhanden und weiterentwickeln, wo noch Bedarf an Unterstützung, Begegnung und Beratung besteht.“

 

Familienzentren sind ein guter und innovativer Ansatz, Familien und damit auch die Bürgergesellschaft und den Zusammenhalt zu stärken. Das betonte Sozialdezernentin Krug bei der Eröffnung der Koordinierungsstelle des Familiennetzwerks Boxberg. Sie freue sich, dass man sich auf den Weg gemacht haben und sich starke und engagierte Partner und Beteiligte eingebracht hätten und ein tragfähiges Konzept entwickelt hätten. Das Diakonische Werk bezeichnete Krug hierbei als „ausgewiesenen Experten“ für Aufgaben und Leistungen der Jugendhilfe und Beratungsarbeit ebenso wie für die Arbeit von Familienzentren. Der Landkreis habe hier mit der Förderinitiative seinen Teil beigetragen. Seit 2018 entfällt für Städte und Gemeinden ein Anteil von 0,2% bei der Zahlung der Kreisumlage mit der Empfehlung, das eingesparte Geld möglichst in eine familien- und generationenunterstützende Infrastruktur vor Ort einzusetzen. In Boxberg sind dies jährlich 17.500 Euro, die nun ins Familiennetzwerk fließen können.

 

Boxbergs Bürgermeister Christian Kremer ergänzte, dass mit der Eröffnung seine Stadt einen weiteren Schritt hin zu einer familienfreundlichen Kommune gemacht habe. „Neue Angebote für Familien, Kinder und Senioren, kurzum für alle Bürgerinnen und Bürger kommen hinzu und ergänzen das bisher schon gute Angebot an niederschwelligen Hilfeleistungen für unsere Bevölkerung in Boxberg und all seinen Stadtteilen. Gerne unterstützt die Stadt Boxberg das Diakonische Werk sowie die evangelische Kirchengemeinde Boxberg-Wölchingen bei diesem Projekt“, so das Stadtoberhaupt. Kirchengemeinderatsvorsitzender Klaus Dörzbacher hob das Miteinander beim Gedeihen des neuen Angebots für Familien Boxbergs hervor. Er sei stellvertretend für die Kirchengemeinde von Anfang an im Entwicklungsprozess beteiligt gewesen und möchte vor allem mit Gemeindehaus und dem Kindergarten „Schatzkiste“ seinen Teil dazu beitragen. „Alleine würde es keinem gelingen, eine sinnvolle Arbeit zu organisieren oder zu leisten.“ Er schloss mit einem Segenswort: „Denn Ausgang und Eingang liegen bei dir Herr, füll du uns die Hände.“

Woche der Diakonie 2019 – Eröffnung in Wertheim

Die Eröffnung der Aktionswoche hat in diesem Jahr in Wertheim stattgefunden.
Dabei haben sich viele diakonische Einrichtungen und Träger unserer Region auf dem Wertheimer Marktplatz präsentiert. Zahlreiche Mitmachaktionen und Attraktionen luden zur Teilnahme ein. Ein tolles Bühnenprogramm unterhielt die Besucher*innen, es gab etliche Marktstände mit Informationen über die Arbeit der Diakonie.
Der Abschlussgottesdienst beginnt am kommenden Sonntag, 7. Juli um 10.15 Uhr in der Stiftskirche. Als Festprediger spricht Prof. Dr. Traugott Schächtele, Prälat des Kirchenkreises Nordbaden sowie Aufsichtsratsvorsitzender der Diakonie Baden.

Hier finden Sie den vollständigen Veranstaltungsflyer:

violettes Plakatmotiv mit dem Titel Unerhört! Diese Alltagshelden.

Das Plakat zur Woche der Diakonie 2019, die am 29. Juni in Wertheim eröffnet wird.

„UNERHÖRT! DIESE ALLTAGSHELDEN.“
Woche der Diakonie 29. Juni bis 7. Juli 2019

Alltagshelden tragen keinen Umhang und keine Masken. Sie haben keine übermenschlichen Kräfte und kommen nicht aus dem Nichts. Und selten sind sie Einzelkämpfer. Denn sie wissen: Gemeinsam schaffen wir etwas, was jede und jeder alleine nie schaffen würde: Mensch sein. Und anderen helfen, Mensch zu bleiben. Unauffällig sind sie meistens – diese Art von Heldinnen und Helden. Denn der Alltag nimmt sie voll in Beschlag. In unserer Kirchengemeinde. In unserer Nachbarschaft. In der Schwangerenkonfliktberatung, der Diakoniestation, der Pflegeeinrichtung, der Kita, der Werkstatt für Menschen mit Behinderung, der Schuldnerberatung, dem Tafelladen.
Sie fallen kaum auf. Aber sie erkennen sich untereinander. Als Haupt- und Ehrenamtliche, als Spenderinnen und Spender, als Nachbarn und Mitmenschen, die es selbst nicht leicht haben. Ohne Worte. Einfach beim Tun. Und verändern die Welt – in Gottes Richtung.
Durch die Sammlung der Diakonie werden in diesem Jahr besonders Projekte unterstützt, die die Begegnung zwischen Menschen fördern, Einsamkeit durchbrechen und die Chancen zu einem selbstbestimmten Leben verbessern. Projekte, die den Alltag von Menschen erleichtern sollen. Bitte machen Sie mit. Seien Sie selbst eine Alltagsheldin oder ein Alltagsheld. Mit dem, was Sie einbringen können und möchten. Mit Ihrer Zeit und Ihrem Engagement oder mit Ihrer Spende. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Ansprechpartner*innen für den Aktionstag und Fragen zum Thema Alltagsheld*in:
Alexandra Helmich und Alex Schuck
Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis
Kirchweg 3, 97941 Tauberbischofsheim
Telefon: 09341 9280-0

Platz für Asyl in Europa

Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis beteiligt sich an Kampagne – 20 Stühle zu einer Kunstinstallation vorbereitet

 

„Platz für Asyl“ fordern (v. links) Alex Schuck (Diakonisches Werk, Nadja Steigerwald und Guido Imhof (beide Caritasverband Tauberkreis) mit den vor Ort gestalteten Stühlen.

Main-Tauber-Kreis. Die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis hat in einer landkreisweiten Aktion Interessierte, Unterstützer*innen und Initiativen dazu aufgerufen, sich an der Kampagne „Platz für Asyl in Europa“ zu beteiligen. Zufrieden zeigten sich die Mitglieder der Ökumenischen Fachstelle mit den 20 Stühlen, die dabei im Main-Tauber-Kreis gestaltet wurden. Initiiert hat die gesamte Kampagne das Diakonische Werk Württemberg in Kooperation mit dem Diakonischen Werk Baden e.V., dem Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart und dem Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg.

 

Am Aktionstag kamen fast 1000 Stühle zu einer Kunstinstallation in Stuttgart zusammen.
Foto: DW Württemberg

Am gestrigen Mittwoch, 15. Mai 2019 fand in Stuttgart ein zentraler Aktionstag statt, bei dem die Stühle in einer Kunstinstallation ausgestellt wurden. Insgesamt waren knapp 1000 Stühle aus ganz Baden-Württemberg zusammengekommen. In Wertheim beteiligte sich die Kinder- und Jugendhilfe des Diakonischen Werks sowie das Wohnstift Hofgarten mit je einem Stuhl, in Creglingen der Helferkreis mit sechs Stühlen und in Bad Mergentheim eine der neunten Klassen der Grund- und Realschule Sankt Bernhard mit vier Stühlen. In Boxberg gilt der Dank den Kindern und Erzieher*innen des evangelischen Kindergartens „Schatzkiste“ sowie den Boxberger Frauen Gardis Jakobus-Schoof, Cornelia Mladek und Christa Frank für ihre Teilnahme an der Aktion.

 

Im Vorfeld der Europawahl will die Kampagne damit ein Zeichen für Solidarität setzen. Das Eintreten für eine offene Gesellschaft und einen menschenrechtsorientierten Flüchtlingsschutz stehen im Mittelpunkt. Die Initiatoren setzen sich dafür ein, dass in Europa das Recht auf Asyl bestehen bleibt. Sie sehen eine politische Entwicklung, die dieses Recht gefährdet.

 

Nach der Installation wurden die Stühle wieder in den Main-Tauber-Kreis zurückgebracht. Sie werden künftig bei lokalen Aktionen der Ökumenischen Fachstelle zu sehen sein.

wellcome lässt Eltern nach der Geburt nicht alleine

Ehrenamtliche helfen, damit aus kleinen Krisen keine großen werden – Im Fokus zum Tag der Familie am 15. Mai – Weitere Ehrenamtliche willkommen

Wertheim. Zwischen gesellschaftlichen Erwartungen und den eigenen Ansprüchen versuchen Mütter und Väter, ihren Kindern das Beste mit auf den Weg zu geben. wellcome setzt sich dafür ein, dass Eltern dabei nicht allein gelassen werden. In Wertheim werden sie im ersten Jahr nach der Geburt durch Ehrenamtliche begleitet.

Die perfekten Eltern, eine glückliche Partnerschaft und Erfolg im Beruf: Die gesellschaftlichen Erwartungen an Eltern sind heute hoch. 69 Prozent der Eltern geben laut einer Umfrage des wellcome-Kooperationspartners Pampers* an, sich in ihrer Rolle als Eltern manchmal überfordert zu fühlen, 70 Prozent der heutigen Eltern schätzen die die an sie gestellten Erwartungen im Vergleich zu früheren Generationen als höher ein.

Foto: wellcome/BobbiJoBrooks

Es „… muss alles stimmen, es darf nichts falsch laufen, alles muss sitzen, als hätte man das Elternsein ,studiert‘“, bringt es eine Mutter in der Befragung zum Ausdruck. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bleibt eine Herausforderung und führt zu Stress, „… wenn man als Mutter nicht nur den Haushalt erledigen, sondern auch arbeiten und dauerhaft auf Terminen gut gelaunt sein soll.“

Die Organisation wellcome hilft Familien nach der Geburt, wenn kein eigenes Netzwerk aus Familie und Freund*innen vorhanden ist, das in dieser Zeit unterstützen kann. Auch in Wertheim gibt es diese moderne Nachbarschaftshilfe für Eltern: Ehrenamtliche helfen für ein paar Monate ein- bis zwei Mal pro Woche ganz praktisch im Alltag, so wie es sonst Familie, Freund*innen oder Nachbar*innen tun würden.

In Wertheim gibt es das Angebot von wellcome seit 2012, umgesetzt wird es in Kooperation mit dem Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis als Träger. Derzeit setzt sich das Team um Koordinatorin Elke Hauenstein aus neun Ehrenamtlichen zusammen. Allein im Jahr 2018 haben sie etliche Familien betreut und ihnen insgesamt knapp 130 Stunden ihrer Zeit geschenkt.

Um mehr Familien Hilfe anbieten zu können freut sich Diakonie-Mitarbeiterin Hauenstein auch über Zuwachs im Kreis der Ehrenamtlichen. Interessierte nehmen gerne Kontakt über sie auf: Diakonisches Werk im Main-Tauber-Kreis, wellcome-Wertheim, Elke Hauenstein, Mühlenstraße 3-5, 97877 Wertheim, Telefon: 09342 92750, E-Mail: elke.hauenstein@diakonie.ekiba.de.  mehr zu wellcome

*In einer repräsentativen Studie des Meinungsforschungsinstitut Forsa in Kooperation mit Pampers wurden 1.000 Eltern von Kindern im Alter von 0–4 Jahre befragt. Mehr Informationen: https://www.wellcome-online.de/ueber-uns/presse/downloads/Pampers-Studie-Elternsein-2019.pdf

Flüchtlingsthematik kindgerecht

Die Autorin Uticha Marmon war zu Gast in der Mediothek Boxberg.

Die Schülerinnen und Schüler stellten der Autorin zahlreiche Fragen.

Boxberg. Die Ökumenische Fachstelle für Flüchtlingshilfe im Main-Tauber-Kreis hatte am Mittwoch, 3. April 2019, in Kooperation mit der Mediothek Boxberg zu einer Lesung für Grundschüler*innen eingeladen. Zu Gast war die Autorin Uticha Marmon, sie las aus ihrem Buch „Mein Freund Salim“. In zwei spannenden Leseeinheiten zeigte die Hamburgerin auf, dass Freunde nicht unbedingt dieselbe Sprache sprechen müssen, um einander zu verstehen. Ideengeber und Fachstellenmitarbeiter Daniel Gehrlein lobte das Interesse der Zuhörenden: „Die Grundschülerinnen und -schüler aus Boxberg sind ein gutes Stück weiter auf dem Weg der Völkerverständigung.“

„Mein Freund Salim“ führt die Dritt- und Viertklässler aus Boxberg altersgerecht an das Thema Flucht heran. Die Autorin griff die aktuelle Situation vieler geflüchteter Menschen in Deutschland auf. Aufmerksam und interessiert beteiligten sich die rund 80 anwesenden Schüler- und Lehrer*innen mit ihren Fragen, brachten Beispiele ins Gespräch oder und auch die eigenen familiären Schicksale.

Freuten sich über eine gelungene Lesung (v. links): Ilona Wild (Leiterin Mediothek Boxberg), Autorin Uticha Marmon sowie Daniel Gehrlein (Ök. Fachstelle, Diakonisches Werk)

 

 Das Buch:

Es erzählt von den Geschwistern Hannes und Tammi, die dem Jungen Salim begegnen. Er spricht eine Sprache, die sie nicht verstehen. Aus Sicht der beiden Kinder wird die Flucht Salims geschildert. Im Laufe der Geschichte freunden sich die Kinder an und überlegen, wie sie ihrem neuen Freund helfen können. Fazit: Nicht jedes Problem kann gelöst werden, aber Zuneigung hilft, mit den Schwierigkeiten und Ängsten zu Recht zu kommen. Indem man sein Gegenüber nicht alleine lässt, fühlt sich das Fremde nicht mehr ganz so fremd an. Das Ende des Buches bleibt jedoch offen – wie die vielen Schicksale der Menschen, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind. Keiner weiß, was ihre Zukunft bringt.

 

Kronenkreuz in Gold

Abschied und Segen nach fast 38 Jahren im Dienst der Diakonie – Sozialarbeiterin Heidrun Mansch bekommt höchste Auszeichnung der Diakonie Deutschland

 

Heidrun Mansch.

Tauberbischofsheim. In einem Gottesdienst am Sonntag, 31. März 2019, hat das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis seine langjährige Mitarbeiterin Heidrun Mansch in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Nach fast 38 Jahren als Beraterin verlässt sie die Diakonie mit einer Arbeitsbiographie, die es so wohl kein zweites Mal gibt. 1981 nahm die Wahl-Tauberbischofsheimerin Heidrun Mansch, die ursprünglich aus Celle (Niedersachsen) stammt, als eine der ersten Sozialarbeiterinnen der Evangelischen Landeskirche in Baden ihren Dienst in der kirchlichen allgemeinen Sozialarbeit auf. In all den Jahren blieb sie diesem Arbeitsgebiet treu: vor allem Frauen und Paare beriet sie in Ehe-, Familien- und Lebensfragen. Daneben galt ihre berufliche Leidenschaft den Selbsthilfegruppen. Bereits in ihren Anfangsjahren betreute sie psychisch kranke Frauen und Männer in Lauda und Tauberbischofsheim, später Menschen nach einer Krebserkrankung. Ab den 1990er Jahren kamen Schwangerschafts- sowie Schwangerschaftskonfliktberatung hinzu. Gerne gesehener Gast war Heidrun Mansch auch in den Beratungsstellen in Wertheim und Bad Mergentheim, wo sie während ihres gesamten Berufslebens als Aushilfe einsprang, wenn nötig. „Jetzt ist es genug“, sagt die Sozialpädagogin selbst. „Ich freue mich, nicht mehr mit Terminkalender leben zu müssen und meinen Tag selbst zu gestalten. Ein bisschen Wehmut ist natürlich dabei – gerade weil ich auch Menschen zurücklasse, die ich über viele Jahre begleitet habe.“

Wolfgang Pempe überreicht das Goldene Kronenkreuz an Heidrun Mansch und dankt ihr für ihren langjährigen Einsatz für die Diakonie.

In seiner Predigt betonte Pfarrer Gerd Stühlinger, dass Kirche und Diakonie in Tauberbischofsheim nicht nur Nachbarn im Kirchweg seien, sondern auch beide gemeinsam im Auftrag Christi unterwegs. „Damit diese gelingt, müssen wir voneinander wissen und uns unterstützen“ sagte Pfarrer Stühlinger. Dieser Gottesdienst, in dem Heidrun Mansch auch noch einmal über ihre Tätigkeitsschwerpunkte berichtete, sei dafür ein gutes Beispiel.

 

Heidrun Mansch (Mitte) im Kreise der Kolleg*innen des Diakonischen Werks sowie der Kirchenbesucher*innen.

Beim anschließenden Empfang im Kirchsaal der evangelischen Kirchengemeinde, an dem viele Weggefährt*innen, Gemeindeglieder und Kolleg*innen teilnahmen, überreichte Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, das Kronenkreuz in Gold der Diakonie Deutschland zum Dank für ihr Engagement an die scheidende Heidrun Mansch. Diese Auszeichnung wird nur selten und für langjähriges Wirken in der Diakonie vergeben. „Sie haben bis zum letzten Tag mit hoher Fachkompetenz und Herzblut Ihren Dienst für die Menschen im Taubertal mit Freude getan. Dafür gebührt Ihnen dieser besondere Dank!“ sagte Pempe.

Umzug in die Stadt

Das Diakonische Werk im Main-Tauber-Kreis bietet in Boxberg eine neue Anlaufstelle – Büroräume im Stadtzentrum am Seebuckel 20 bezogen – Sprechzeiten von Beratungsstelle, Ökumenischer Fachstelle für Flüchtlingshilfe sowie Familiennetzwerk unter einem Dach

Zwei Kolleginnen lehnen sich aus dem Fenster und heißen Besucher herzlich willkommen

Die beiden Sozialpädagogen Renate Geiger und Daniel Gehrlein heißen ab sofort Ratsuchende in den neu gestalteten Räum in Boxberg willkommen.

Boxberg. Die Boxberger Beratungsstelle des Diakonischen Werks im Main-Tauber-Kreis, einer Außenstelle der Beratungsstelle Bad Mergentheim, ist ab sofort unter neuer Adresse zu finden. Mitten in Boxberg gelegen, direkt neben städtischer Mediothek, Kindergarten, Schule und Gemeindehaus ist der neue Arbeitsplatz von Daniel Gehrlein und Renate Geiger im ehemaligen Volkhaus gelegen. So richtig zufrieden war man mit der räumlichen Situation schon länger nicht in Boxberg, berichtet Gehrlein, Koordinator des neu gegründeten Familiennetzwerks Boxberg. Der 33-jährige Sozialpädagoge plant, gemeinsam mit seiner Kollegin Renate Geiger, Hilfen vor allem für Familien anzubieten. „Wir wollen im Familiennetzwerk Bestehendes zusammenführen und die Interessen von und für Familien bündeln.“ Neben Sprechstunden der Familienhebamme des Diakonischen Werks möchte er unter anderem eine Vortragsreihe zu Eltern-Kind-Themen initiieren. Gerade mit der evangelischen Kindertagesstätte soll ein gutes Miteinander entstehen. „Wir möchten ein Ort werden, wo Ermutigung und Stärkung möglich ist“, betont Gehrlein, der auch regelmäßigen Kontakt zum Generationennetzwerk Boxberg unterhält.

Seine Kollegin Renate Geiger (54) bietet bereits seit drei Jahren vor Ort Anlauf für Menschen, die Sorgen haben. Sie steht in Boxberg einmal wöchentlich mit Rat und Tat zur Verfügung. Ihr Hauptaugenmerk liegt bei jenen, die in Not geraten sind. Sie hilft dabei, neue Perspektiven zu entwickeln und das Leben wieder gut, wenn möglich selbst, zu meistern. Ratsuchende kommen mit vielerlei Anliegen zu ihr. Sie unterstützt Klient*innen unter anderem dabei, wenn es um Antragstellung zu Arbeitslosengeld II oder Sozialhilfe geht. Darüber hinaus berät sie in akuten Krisen und vermittelt weiterführende Hilfsangebote.

Die Öffnungszeiten des Büros im Boxberger Familiennetzwerk sind wie folgt: dienstags von 8.30 bis 12.30 Uhr (allg. Sozialberatung, Renate Geiger), sowie donnerstags von 14.30 bis 17.30 Uhr und freitags 8.45 bis 13 Uhr (Daniel Gehrlein) sowie nach Vereinbarung. Die Adresse lautet: Seebuckel 20, Telefon 07930 990103.

Wechsel im Familienzentrum im Wertheim

Freut sich auf die neue Aufgabe:
Alex Schuck, zum 1. April Leiter des Familienzentrums Wartberg-Reinhardshof.

Alex Schuck übernimmt zum 1. April 2019 die Leitung im Familienzentrum Wartberg-Reinhardshof – „Ich wünsche mir etwas Gutes für alle“ – Sprechzeiten bleiben unverändert

 Wertheim. Das Familienzentrum Wartberg-Reinhardshof bekommt zum 1. April einen neuen Leiter: Alex Schuck übernimmt die bisherigen Aufgaben von Claudia Reinhold, die ihre Tätigkeit dort aus privaten Gründen abgibt. Alex Schuck ist in Wertheim kein Unbekannter. Der 46-jährige Sozialpädagoge arbeitet bereits seit 2008 beim Diakonischen Werk im Main-Tauber-Kreis, das im Auftrag der Stadt Wertheim die Trägerschaft des Familienzentrums innehat. Schucks bisherige Tätigkeiten umfassten unter anderem Sozialarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe, in der Beratungsstelle sowie in der Landeserstaufnahmestelle für Geflüchtete. Aktuell ist er Leiter eines Kooperationsprojekts mit dem evangelischen Kirchenbezirk Wertheim. Zudem arbeitet er seit vielen Jahren im Wertheimer Integranz-Team mit.

Schuck, selbst Familienvater, freut sich auf das neue Arbeitsfeld und wünscht sich, dass das Familienzentrum weiter als Ort der Begegnung von Frauen und Männern, Kindern und Senioren, Jungen und Alten jedweder Herkunft wachsen kann. Er möchte mit den Angeboten Familien von Wartberg und Reinhardshof besser vernetzen, ihnen einen Treffpunkt geben und Austausch und gegenseitige Unterstützung ermöglichen. Gemeinsam mit Stadtteilkoordinatorin Tatjana Gering sowie einem kleinen Team aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden plant er „etwas Gutes für alle – ich freu‘ mich sehr darauf!“

Die Sprech- und Öffnungszeiten des Familienzentrums Wartberg-Reinhardshof bleiben mit dem Personalwechsel unverändert. Zusammen mit dem jeweiligen Wochen- und Monatsprogramm sind sie aktualisiert zu entnehmen auf https://diakonie-tbb.de/familienzentrum-wartberg-reinhardshof/

Spende aus Giving Friday zugunsten von wellcome

dm-Filialleiterin Irina Merk (links) überreicht mit ihrer Kollegin Ute Beuschlein (rechts) den Spendenscheck in Höhe von 755,50 Euro an Diakonie-Mitarbeiterin Elke Hauenstein (Mitte).

Wertheim. Eine Spendenscheck in Höhe von 755,50 Euro als Ergebnis des so genannten Giving Friday des Drogeriemarktes dm in Wertheim-Bestenheid hat Elke Hauenstein, Leiterin der Beratungsstelle Wertheim des Diakonischen Werks, zugunsten des Projekts wellcome entgegennehmen dürfen. Überreicht wurde es von den beiden dm-Mitarbeiterinnen Filialleiterin Irina Merk sowie Ute Beuschlein. Die Freude seitens des Diakonischen Werks war groß, denn dank der Spende kann zahlreichen Wertheimer Familien geholfen werden, die ein Baby bekommen haben und nicht alleine zurecht kommen.

wellcome leistet praktische Hilfe nach der Geburt, unterstützt junge Mütter oder Familien eines Kindes und hilft, den Baby-Stress zu bewältigen. Wie ein guter Engel kommt die ehrenamtliche wellcome-Mitarbeiterin der Familie zu Hilfe. Sie wacht über den Schlaf des Babys, während die Mutter in Ruhe duscht oder isst. Sie geht mit dem Geschwisterkind zum Spielplatz, begleitet die Zwillingsmutter zum Kinderarzt. Wenn es nötig ist, kauft sie Kleinigkeiten ein, steht mit Rat und Tat zur Seite oder hört einfach nur zu. Die Unterstützung durch wellcome findet zeitlich begrenzt für ca. drei Monate etwa ein- bis zweimal pro Woche für jeweils zwei bis drei Stunden im ersten Lebensjahr des Kindes statt.

Leos Lesetreff – Eine Stunde Bücherspaß

Wertheim. Ab Freitag, 18. Januar 2019, bietet das Familienzentrum Wartberg-Reinhardshof in Zusammenarbeit mit der Bücherei des Ökumenischen Kirchenzentrums einen Lesetreff für die Kleinsten an. „Leos Lesetreff“ findet 14-tägig immer freitags im Familienzentrum Wartberg-Reinhardshof, Frankenplatz 23, von 14 bis 15 Uhr statt. Die nächsten Termine sind am 1. und 15. Februar, sowie am 1., 15. und 29. März.

Das Anliegen von „Leos Lesetreff“ ist es, Kinder im Alter von 2,5 bis 6 Jahren an Bücher heranzuführen: durch bildhaftes Erzählen, Rollenspiele und phantastisches Erleben. Die Kinder lernen Bücherhelden und ihre wunderbare Geschichten kennen wie den kleinen Raben, den pfiffigen Kater Findus, selbst der Drache Kokosnuss und andere Figuren aus der bunten Bücherwelt werden lebendig. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, Eltern sind herzlich willkommen. Für Rückfragen an das Familienzentrum: Telefon: 09342 9185087.